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11.03.2010

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PREISE: Einmal Grimme-Ehre für den RBB

„24 Stunden Berlin“ ging aber leer aus

POTSDAM - Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ist im Rennen um die Adolf-Grimme-Preise einmal erfolgreich gewesen. Shaheen Dill-Riaz, Absolvent der Babelsberger Filmhochschule, gewann für seinen Dokumentarfilm „Eisenfresser“ über Abwrackwerften in Bangladesh. Der RBB ist Koproduzent des Filmes. Die ebenfalls nominierte Mammutproduktion „24 Stunden Berlin“ (RBB/Arte) ging leer aus, ebenso wie Kurt Krömers „Internationale Show“.

Der Adolf-Grimme-Preis ist die begehrteste Auszeichnung für Fernsehmacher in Deutschland. Er ist undotiert. Traditionell liegen die öffentlich-rechtlichen Anstalten bei der Preisverleihung vorne, so auch 2010. Sechs der begehrten Grimme-Preise gehen an das ZDF, fünf an ARD-Anstalten sowie Arte, einer an Pro Sieben und einer ans Deutsche Sportfernsehen.

Regisseur Dominik Graf bekommt für „Kommissar Süden und der Luftgitarrist“ (ZDF; Sparte Fiktion) bereits seinen achten Grimme-Preis. Im Wettbewerb Fiktion gewannen zudem die Filme „Frau Böhm sagt nein“ (ARD/WDR) mit Senta Berger und Lavinia Wilson, „Ein halbes Leben“ (ZDF), „Mörder auf Amrum“ (ZDF) mit Hinnerk Schönemann und der ZDF-Dreiteiler „Die Wölfe“ von Friedemann und Christoph Fromm, der eine Gruppe von Freunden in Berlin in den aufregenden Jahren 1948, 1961 und 1989 zeigt.

Neben „Eisenfresser“ gewannen im Wettbewerb „Information und Kultur/Spezial“ die Filme „Henners Traum“ (ZDF), „Tiananmen“ (ARD/Arte) zum 20. Jahrestag des Massakers in Peking, „Galileo Spezial“ (Pro Sieben) mit Rüdiger Nehberg und „Tabubruch“ (DSF) über Homophobie im Fußball.

In der Sparte Unterhaltung gewannen zwei nachnominierte Produktionen: Oliver Welkes „Heute-Show“ (ZDF), die seit Jahresbeginn wöchentlich ausgestrahlt wird, und „Inas Nacht“ (ARD/NDR). Ina Müller ist dort Gastgeberin einer stets anregenden Kneipennacht, gesendet aus der Hamburger Hafenpinte „Zum Schellfischposten“. Die Grimme-Preise werden am 26. März im nordrhein-westfälischen Marl verliehen.

Ein Interview mit Shaheen Dill-Riaz lesen Sie im heutigen MAZ-Spezial. (Von Jan Sternberg)


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