Matthias Lessig blickt auf die Tabelle der Brandenburgliga. Er lacht. „Es sieht gut aus für uns“, sagt der Trainer. Die Schützlinge des HSG USV Werder rangieren als Aufsteiger mit 27:5 Punkten auf dem zweiten Platz. Einen Zähler hinter Tabellenführer MTV Altlandsberg. „Es geht in die heiße Phase“, so Lessig. Er sieht die nächsten drei Spiele als richtungsweisend an. „Wir spielen am Sonnabend zu Hause gegen den Tabellenvierten HC Spreewald II“, blickt der 48-Jährige auf die nächste Aufgabe seiner Jungs (18 Uhr). „Zeitgleich spielen der Erste und Dritte gegeneinander. Wenn alles nach Wunsch läuft, klettern wir an die Tabellenspitze.“
Und da wollen Lessig und Co. hin. „Wir möchten den jungen Spielern, die jahrelang Jahre in Potsdam an der Sportschule trainiert haben, eine Perspektive bieten“, sagt der ehemalige Torwart. „Die, die den Sprung dort nicht schaffen, sollen bei uns in der Oberliga spielen.“ Dafür muss jedoch der Aufstieg her. Nach Spreewald kommen Wusterwitz (6. Platz) und Finsterwalde (7.). „Gegen diese Team hatten wir in der Hinrunde Probleme“, so der Coach.
Der Trainer zeigt sich mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden. „Die Ausgeglichenheit auf den Positionen ist gegeben. Hinzu kommt, dass die mannschaftliche Geschlossenheit vorhanden ist. Das zeichnet das Team aus.“ Matthias Wehlmann, Silvio Krause und Jan Lessig sind zwar die Leistungsträger des Teams. „Doch die anderen fallen nicht groß ab“, verrät der Trainer, der schnellen und modernen Handball zeigen möchte. „Wir sind keine Freizeitmannschaft“, sagt er. „Wer sich für uns entschieden hat, muss Vollgas geben“ Seit 2006 hat Lessig in Werder das Sagen. „Nach der Fusion mit dem USV Potsdam sind wir in die Verbands- und später in die Brandenburgliga aufgestiegen. Eine rasante Entwicklung.“
Doch noch sind die Werderaner nicht am Ziel angekommen. Mit Fleiß im Training – drei Einheiten steigen pro Woche – sollen die letzten sechs Spiele erfolgreich bestritten werden. „Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen“, appelliert Lessig an seine Spieler, mit der richtigen Einstellung in die Partien zu gehen. „Dann können wir ernsthaft in Sachen Aufstieg mitreden. Am 8. Mai wissen wir mehr“, sagt er. Lessig blickt noch einmal auf die Tabelle – und schmunzelt. (Von Sebastian Morgner)
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