Es ist alles eine Sache der Betrachtung. In Trechwitz will Bauer Wessels eine Biogas-Anlage bauen und unterhält sich mit Einwohnern und den Experten aus Lehnin darüber. Man spricht über die Straße zur Anlage, die Gemeinde und Betrieb ertüchtigen wollen. Man redet über die Chance, etliche Trechwitzer Haushalte mit günstiger Wärme versorgen zu können. Wessels praktiziert dies bereits in Damsdorf. Vollkommen anders läuft die Sache in Prützke. Selten ist so viel Krach um solch ein Projekt gemacht worden. Das liegt mit Sicherheit zuerst an handelnden Personen beiderseits der Streitlinie. Gewiss ist die Stimmung auch vergiftet, weil Prützke, mehr als Trechwitz und andere Orte, von besonders vielen Gülle-, Mais- und ähnlichen Biogas-Transportern belastet wird. Ein scheinbar einsamer Rufer wie Thomas Frohnauer geht leicht unter in dem Verbal-Geballer der Kontrahenten. Das ist äußerst bedauerlich. Denn Frohnauer versucht, das Thema von den Emotionen zu befreien und den Prützkern zu zeigen, dass etliche Einwohner von der neuen Technik profitieren können. Er würde sein teures Propangas gern gegen günstige Biogas-Wärme eintauschen. Wenn man in Ruhe miteinander verhandelt, kann man mehr erreichen. Wie gesagt, in Trechwitz funktioniert es doch auch.
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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