WERDER - Seit 20 Jahren regiert Werner Große Werder – und er kann acht Jahre weitermachen: Der 60-Jährige kam gestern nach vorläufigen Ergebnissen auf 81,8 Prozent der Stimmen bei der Bürgermeisterwahl (2002: 79 Prozent). Die Wahlbeteiligung war mit 48,8 Prozent in diesem Jahr etwas geringer als 2002. Der einzige Gegenkandidat, Peter Kames (Freie Bürger) aus Glindow, kam auf 18,2 Prozent.
Große bedankte sich hörbar heiser bei seinen Unterstützern von CDU, FDP und Bürgerbund Töplitz, teilte aber Seitenhiebe in Richtung der politischen Konkurrenz aus. Den Mitbewerbern – Große erwähnte ausdrücklich SPD-Chefin Anja Spiegel – sei es nicht gelungen, Werder in Zugezogene und Alteingesessene zu spalten. Die Opposition versuche, mit „Hilfstruppen wie Kurage (ein Bürgerbündnis – die Redaktion)“ ihre schwachen Wahlergebnisse zu kaschieren. Das funktioniere nicht, so Große. Wer ihm „Rathauspolitik“ vorwerfe und mehr Demokratie im Ort fordere, müsse wissen: „Irgendwo muss Politik gemacht werden. Wir setzen nur um, was in der Stadt gefordert wird.“ Zwar lobte der Amtsinhaber die Fairness seines Herausforderers, konnte sich aber eine Spitze nicht verkneifen: „Horst Schlemmer (rheinische Ulk-Figur des Komikers Hape Kerkelings – Red.) hat sich totgelacht, als er hörte, dass uns einer aus Grevenbroich Demokratie beibringen wollte.“
„Für mich kam die Niederlage nicht überraschend“, sagte Kames. „Im Verlauf der Wahlvorbereitung musste ich mir eingestehen, dass ich kaum eine Chance hatte. Ich hätte mir aber schon noch ein paar Prozente mehr gewünscht.“ Kames kann aber für sich verbuchen, dass er als Zugezogener aus dem Rheinland mehr Stimmen gewann als 2002 die beiden heimischen Gegenkandidaten Helga Wollenschläger (parteilos) und Kerstin Glante (SPD).
Große schnitt in allen Wahllokalen mit Bravur ab. Vor allem im Stadtzentrum, wo er sich im Wahllokal in der Oberschule von 491 Stimmen 436 sicherte. In den Ortsteilen Kemnitz, Petzow und Glindow konnte Kames relativ viele Stimmen sammeln. Doch an keinem Ort war Große der Wahlerfolg zu nehmen. (uw/R. Gr.)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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