Die Riesenklatsche für den Beelitzer Bürgermeister Thomas Wardin (SPD) am vorvergangenen Wochenende hatte einigen Werderaner Christdemokraten kurz einen Schreck eingejagt. Regierte doch Wardin seit der Wende die Spargelstadt – so wie Werner Große (CDU) Werder. In beiden Städten hatte sich zudem ein Bündnis mehrere anderer Parteien auf einen Gegenkandidaten geeinigt. Doch hier enden die Parallelen auch schon. Werner Große hat eine andere politische Statur als der abgewatschte Beelitzer. Während in Beelitz die Ortsteile rebellierten, fühlen sich die eingemeindeten Dörfer im Umkreis von Werder offenbar gut aufgehoben. Große weiß, dass mit Bockigkeit und Gereiztheit, wie sie Wardin an den Tag legte, kein Blumentopf in der Politik zu gewinnen ist. Der CDU-Bürgermeister hat Kritikern den Wind aus den Segeln genommen, indem er auf ihre Forderungen einging – etwa bei der Diskussion über die Zukunft des Baumblütenfests. Während Wardins SPD-Fraktion gut ein Jahr vor der Wahl auseinanderbrach, stimmt Werders CDU zuverlässig geschlossen ab. Große hat mit dem Schwimmbadprojekt außerdem Sinn für Timing bewiesen: Das Großprojekt hat er rechtzeitig zur Reife gebracht mit seinem Namen gepropft. So etwas kommt an in der Obststadt.
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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