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17.03.2010

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VEREINSWESEN: Theaterleute stellen sich neuen Aufgaben

Verantwortlichkeiten wechseln, wenn erhoffte Kulturförderung in Niemegk bewilligt wird

NIEMEGK - Im Kulturhaus Niemegk nimmt Besitzer Christian Pietrucha im großen Saal Umbauten vor. Zeitgleich werden im dort beheimateten Verein Neues Volkstheater Fläming derzeit personelle und organisatorische Umstrukturierungen vorbereitet. Sie sollen zum Tragen kommen, wenn das „Kulturzentrum Hoher Fläming“ am Kulturhaus etabliert werden kann. Voraussetzung dafür ist, dass am 28. April ein Förderantrag über 50 000 Euro von der Kulturstiftung des Bundes bewilligt wird (MAZ berichtete).

„Sollte das Geld für fünf Jahre fließen, geht der Theaterverein einige Verpflichtungen ein. Das eingereichte Konzept ist dann Handlungsgrundlage. Darüber müssen sich alle Beteiligten klar sein“, sagt Kassiererin Sina Lehmann. Vor einem Jahr hatte sie den Ehrenamtsposten übernommen und den Verein – nach eigenen Angaben – vor Unannehmlichkeiten gegenüber dem Finanzamt bewahrt. Wegen fehlender Steuererklärungen soll die Gemeinnützigkeit des Vereins in Gefahr gewesen sein.

Anders als bisher bei Projekten müsse die Arbeit in Zukunft sehr viel transparenter gestaltet werden, insbesondere bei der Abrechnung von Fördermitteln. „Ein besonderes Augenmerk ist auf den Abschluss von Honorarverträgen zur Arbeit am Kulturhaus zu legen“, betont Lehmann.

Das Ansinnen bestätigt auch die Vorsitzende des Theatervereins, Anita Matthäs. Bei einer Förderzusage durch die Stiftung des Bundes werde die pensionierte Lehrerin den Vorsitz an Torsten Lehmann abgeben und selbst die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. Vizevorsitzende soll Jutta Linthe werden. Regisseurin Julia Strehler werde für die Theaterprojekte in Eigenproduktion verantwortlich zeichnen.

Nach Aussagen von Matthäs werde die konzeptionelle Arbeit einen größeren Raum einnehmen. „Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Institutionen ist zu stärken“, nennt Matthäs ein weiteres Ziel. Unter dem Dach des „Kulturzentrums Hoher Fläming“ sollen zum Beispiel der Niemegker Karnevalsclub und die örtliche Robert-Koch-Grundschule einbezogen werden. „Dem Wunsch der Stadt, eine Arbeitsgemeinschaft Theater für Schüler anzubieten, wollen wir gern nachkommen. Die Bereitschaft von Julia Strehler liegt vor. Auch die Schule zeigt sich sehr interessiert“, berichtet Matthäs.

Neben der Förderung von der Bundeskulturstiftung zur Deckung der Betriebskosten im Kulturhaus Niemegk setzen die Akteure auf eine zweite Geldquelle. Ein Antrag an die Kulturförderung des Landkreises Potsdam-Mittelmark soll möglicherweise Zuschüsse sichern, um Veranstaltungen an der traditionsreichen Stätte zu sichern. (Von Gunnar Neubert)


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