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17.03.2010

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Elinor Wenke über die illegale Freilassung von 4000 Frankenförder Nerzen

Falscher Tierschutz

Tierschutz ist eine lobenswerte Sache. Über die Haltung von Raubtieren in Farmen kann man geteilter Meinung sein. Auch Kritik an Diven, die Schaulaufen mit teuren Nerzmänteln üben, ist erlaubt. Die nächtliche Aktion sogenannter Tierschützer aber, die jüngst in Frankenförde abgezogen wurde, hat mit wahrem Tierschutz nichts zu tun. 4000 Nerze wurden illegal in die Freiheit entlassen. Abgesehen davon, dass es sich um eine Straftat handelt und man sich nicht einfach an fremdem Eigentum vergreifen darf, sind die Auswirkungen höchst zweifelhaft. Farmtiere sind zutraulich und sie sind es gewöhnt, gefüttert zu werden. Entlässt man sie in die Wildnis, haben sie nicht wirklich gute Überlebenschancen. Die jüngsten Beispiele zeigen, dass die orientierungslosen Tiere zu Dutzenden über Straßen laufen und überfahren werden. Dort, wo sie sich auf Grundstücken zu schaffen machen, werden sie gejagt oder erschlagen. Mehrfach haben sich die vierbeinigen Räuber über die Hühner hergemacht. Die Aktion sorgt allerorts für Aufregung und Unruhe. Das haben die militanten Akteure sicher auch gewollt. Aber es wird vielen Unbeteiligten Schaden zugefügt. Den eigentlichen Hauptdarstellern übrigens auch. Denn viele Nerze werden den Ausflug mit ihrem Leben bezahlen.


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In diesem Forum gibt es 1 Eintrag

» argusauge | 20.03.2010, 18:26

Kommentar: Falscher Tierschutz


Sebstverständlich handelt es sich bei der Freilassung der Farm-Nerze um ein Konglomerat mehrerer Straftaten (Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung ...).
Der Kommentar ist leider in sich widersprüchlich. Farm-Nerze sind keineswegs domestiziert und deshalb auch nicht auf die Fütterung durch Menschen angewiesen! Das bewiesen zumindest diejenigen Nerze, die sich an gehaltenen Hühnern gütlich taten. In Norwegen konnten wir während mehrerer Urlaube mehrfach in der freien Natur isabellfarbige Nerze beobachten, die offensichtlich aus Farmen ausgebüxt waren. Sie tummelten sich an Land und im Wasser, huschten hinter Steine und unter vom Wasser freigespülte Wurzeln. Sie hatten und genossen alles das, was ihnen in ihren engen Drahtgitterkäfigen auf den "Pelztierfarmen" vorenthalten wurde.

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