MICHENDORF/NUTHETAL - Michendorf ringt weiter um den Erhalt des Bahndirektanschlusses zum Großflughafen Schönefeld und will sich jetzt an Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) wenden. Ein entsprechender Beschluss wird für die Gemeindevertretersitzung Ende März vorbereitet. Die Kommune will dabei einen neuen Vorschlag unterbreiten. Wie berichtet, sieht der Landesnahverkehrsplan ab 2012 vor, die Regionalbahn 22 zum Airport Schönefeld nicht mehr über Michendorf und Schwielowsee fahren zu lassen. Der Zug soll in Golm halten und würde über den Bahndamm am Templiner See geführt.
Die Michendorfer reagieren mit Protest und neuen Vorschlägen auf den drohenden Verlust der Direktverbindung. Für Michendorfs Bahnexperten Peter Pilling (Linke) wäre die preiswerteste Alternative dazu, die RB 22, die im Halbstundentakt von Potsdam zum Flughafen fahren soll, zwei verschiedene Routen nehmen zu lassen. „Einmal in der Stunde fährt der Zug über Golm, einmal die alte Strecke über Michendorf und Schwielowsee“, so das einfache Prinzip, mit dem aus Pillings Sicht allen geholfen wäre: „Es wäre Golm bedient, aber auch Michendorf und damit der gesamte Südraum bis Belzig und Dessau.“
Solidarität kommt aus Nuthetal. Dort fürchtet man um die RB-22-Verbindung nach Michendorf. Vor allem Jugendliche steigen in Saarmund in den Zug ein, weil sie in Michendorf zur Schule gehen, sagte Gemeindeparlamentschefin Annerose Hamisch-Fischer. Das wäre dann nicht mehr möglich. Die Befürchtung, die RB 22 würde 2012 gar nicht mehr in Saarmund halten, ist indes ein Gerücht. Anders als der Bahnhof Michendorf liegt der Saarmunder auf dem Außenring: Die RB 22 hält auch künftig dort, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mit. (jst)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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