Verkehrsminister und ihre Beamten halten es mitunter für automatisierte Reflexhandlungen, wenn Kommunen oder Bürgerinitiativen Sturm laufen, weil Bahnverbindungen zu ihren Ungunsten neu sortiert werden. Diesen Vorwurf kann man der Gemeinde Michendorf in ihrem Ringen um den Erhalt des Direktanschlusses zum Großflughafen Schönefeld aber wirklich nicht machen. Die Kommune hat gute Gründe, Alarm zu schlagen, belässt es aber nicht beim Protest. Eine Reihe von Vorschlägen sind inzwischen aus Michendorf vorgebracht worden, um eine Lösung zu finden. So konstruktiv ist Widerstand selten. Das sollte Grund genug sein, die Vorschläge ernsthaft zu prüfen. Manchmal sind es ja die einfachen Varianten, die den Durchbruch bringen. Ob der jüngste Vorstoß aus Michendorf das Zeug dazu hat, muss unvoreingenommen untersucht werden. Auf den ersten Blick erscheint er einleuchtend, zumal seine Umsetzung preiswert wäre. Warum also nicht die RB 22 ab 2012 jeweils einmal in der Stunde über Golm und einmal über Michendorf und Schwielowsee fahren lassen? Neue Strecken muss man dafür nicht bauen und die neue Bahnlinie (RB 23) von Michendorf nach Potsdam, die als Trost für den Verlust der Flughafenanbindung geplant ist, wäre dann auch nicht mehr nötig.
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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