Den Bau des neuen Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder Berlin und Brandenburg und der Verkehrsminister wenige Jahre nach der Deutschen Einheit, im Jahr 1996. Damit war klar, dass die drei alteingesessenen Flughäfen Berlins nach und nach stillgelegt werden würden.
Offiziell wird der neue Luftbahnhof "Flughafen Berlin Brandenburg" heißen - BBI war nur so etwas wie ein Arbeitstitel, denn das Kürzel ist schon an den indischen Flughafen Bhubaneswar vergeben. Auf den Papierschleifen am Gepäck wird in Zukunft "BER" stehen, das neue Kürzel für den Berliner Flughafen. Die kryptischen "THL", "TXL" und "SXF" haben dann ausgedient.
Die Namensgebung war ein langer Prozess und viele Berliner Persönlichkeiten wurden als Paten vorgeschlagen - von Otto Lilienthal, über Marlene Dietrich und Albert Einstein bis hin zu Gustav Stresemann und einem sperrigen "Flughafen der Deutschen Einheit". Den Zuschlag hat letzten Endes der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, SPD-Chef und Bundeskanzler Willy Brandt bekommen. Wie genau sein Name verwendet werden wird, steht aber noch nicht fest.
Baubeginn war am 5. September 2006 und fast genau fünf Jahre später sollen hier die ersten Flugzeuge starten und landen. Wenn der BBI im Herbst 2011 eröffnet hat, soll auch der letzte noch im Betrieb befindliche alte Berliner Flughafen in Tegel stillgelegt werden. Die Baustelle für den BBI ist die größte Flughafenbaustelle in Europa und eines der ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte auf dem Kontinent. Zunächst ist er für 27 Millionen Flugreisende pro Jahr ausgelegt, langfristig kann er für ein Fluggastaufkommen von bis zu 50 Millionen Menschen erweitert werden. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes Modulsystem, mit dem die Abfertigungsgebäude stetig ausgebaut werden können.
Wie bei Großprojekten dieser Art üblich, ist auch der Bau des BBI nicht unumstritten. Gegner kritisieren etwa, dass nach einem 25 Millionen Euro teuren Raumordnungsverfahren die Variante eines Neubaus in Schönefeld auf dem letzten Platz gelandet sei und trotzdem den Zuschlag bekommen habe. Weiterhin beklagen sich Anwohner über den zukünftigen Lärmpegel bei Tag und bei Nacht, denn mit Nachtflügen sei über kurz oder lang zu rechnen. Hinzu kommen Umweltbelastungen, das Problem etwaigen Wertverfalls der Anrainergrundstücke sowie die Umsiedlung der Gemeinden Diepensee und Selchow, die auf dem neuen Rollfeld lagen. Insgesamt mussten etwa 370 Menschen umziehen. 4000 Anwohner klagten 2006 vor dem Leipziger Bundesverwaltungsgericht gegen den Flughafenbau, jedoch ohne Erfolg. (nos)
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Für mehr Infos und den aktuellsten Stand der Bauarbeiten: www.berlin-airport.de
Den Bau des neuen Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder Berlin und Brandenburg und der Verkehrsminister wenige Jahre nach der Deutschen Einheit, im Jahr 1996. Damit war klar, dass die drei alteingesessenen Flughäfen Berlins nach und nach stillgelegt werden würden.
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Tegel alias "Otto-Lilienthal" ist der Flughafen des aufstrebenden West-Berlin in der Zeit des Wirtschaftswunders und des Kalten Krieges.
Von 1960 an bedienten regelmäßige Linienflüge Tegel, zunächst nur Air France, später auch Pan American mit Transatlantikflügen.
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Berühmt wurde er durch die Luftbrücke 1948/49 - während der Belagerung West-Berlins durch die Russen steuerten die sogenannten Rosinenbomber Tempelhof an, um Hilfsgüter für die Stadt zu bringen. Eröffnet im Jahr 1923 war der Flughafen Berlin-Tempelhof einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und zeitweise einer der größten Europas.
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WAßMANNSDORF - „Sehnsüchtig blicken wir Tag für Tag auf die S-Bahnen, die durch unseren Ort rollen“, sagt Waßmannsdorfs stellvertretende Ortsvorsteherin Lydia Fischer. „Wir wünschen dann, sie würden hier auch halten. Aber das tun sie leider nicht.“
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