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05.05.2010

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BAUEN: Verein will Park retten

Güterfelder Schloss morgen Thema in Stahnsdorfer Gemeindevertretung

GÜTERFELDE - Für den Stahnsdorfer Gemeindevertreter Peter Ernst (SPD) geht es um nichts Geringeres als um den „Schutz des kulturellen Erbes“. Deshalb spricht er sich gegen die Ausweisung des Schlossparks Güterfelde als Bauland aus. „Ich hoffe auf eine Mehrheit in der Gemeindevertretung“, sagte Ernst gestern auf Nachfrage.

Morgen ist Sitzung der Abgeordneten. Laut einem Beschlussvorschlag der Fraktion SPD/Grüne soll der südliche Teil des Schlossparks als Parkanlage festgelegt werden. Bislang gilt dort noch die Bestimmung: „Sonderbaufläche Hotel, Bildung und Kultur“.

Der im 19. Jahrhundert angelegte Park umfasste ursprünglich rund 80 Hektar Fläche. Davon sind lediglich 1,59 Hektar, also rund zwei Prozent übrig geblieben. Der Rest ist nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der Bodenreform aufgesiedelt worden. Nördlich des Schlosses erstreckte sich eine barocke Gartenanlage. Die Fläche ist als Park ausgewiesen und könnte nach Vorstellungen von Peter Ernst und des Vereins „Gütergotz – Kultur und Landschaft“ schrittweise wieder in den alten Zustand gebracht werden. „Jetzt geht es aber zunächst darum, auch den südlichen Teil zu retten“, so Ernst. Dort lag einst ein Garten im englischen Stil.

Der Bauausschuss der Gemeinde Stahnsdorf hat sich allerdings gegen die Ausweisung dieser Fläche als Park ausgesprochen. „Man darf nicht vergessen, dass wir es hier mit fremdem Eigentum zu tun haben“, so der Ausschussvorsitzende Claus-Peter Martensen. Schloss und Park gehören dem Teltower Diakonissenhaus. Das historische Gemäuer hat aber als Senioreneinrichtung ausgedient und soll verkauft werden. Für Martensen macht es keinen Sinn, potenziellen Käufern und Investoren „allzu dicke Steine in den Weg zu legen“. Es müsse möglich sein, ein Bettenhaus oder ähnliches zuzubauen, um dort zum Beispiel einen Hotelbetrieb wirtschaftlich führen zu können. „Sonst haben wir hier bald eine Ruine.“ (Von Jürgen Stich)


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