BEELITZ-HEILSTÄTTEN - Die Reihe von schweren Unfällen auf dem Gelände von Beelitz-Heilstätten reißt nicht ab. Wie die Polizei gestern mitteilte, ist in der Nacht zu Sonntag gegen 2.10 Uhr ein 32-jähriger Mann in einen vier Meter tiefen Schacht gestürzt und verletzte sich dabei schwer. Begleiter konnten ihn bergen und riefen den Notarzt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, seine Verletzungen sollen nicht lebensbedrohlich sein.
Nach Polizeiangaben waren bereits am Samstagabend sechs Personen aufgefallen, die über das Areal liefen. Gegen sie wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt, außerdem sei die Gruppe mit einem Platzverweis belegt worden. Auch die Personen, zu denen der Verunglückte gehörte, hielten sich unberechtigterweise auf dem Gelände auf. Nach dem jüngsten Unfall sei nun Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen gegen den Geländeinhaber gestellt worden, so die Polizei.
„Ich halte diese Anzeige für fragwürdig“, sagte Torsten Schmitz gestern auf Anfrage. Der Potsdamer Architekt ist Eigentümer der Flächen, auf denen die Gebäude der ehemaligen Lungenheilstätte stehen. Die Ruinen ziehen immer wieder Jugendliche an, die dort Partys feiern. Dabei stürzte bereits im Oktober 2009 ein 21-Jähriger aus zehn Meter Höhe aus dem Fenster eines leerstehenden Hauses. Tragisch endete ein ähnlicher Unfall vor wenigen Wochen, als ein 25-Jähriger ebenfalls aus einem Fenster stürzte. Der junge Mann aus Jüterbog erlag seinen Verletzungen.
Eigentümer Schmitz verwies gestern darauf, dass er die Sicherungsmaßnahmen „erheblich ausgeweitet“ habe. Insbesondere sei die Beschilderung verbessert worden. „Erst am Samstag haben wir eine Kontrollrunde gedreht, um uns zu vergewissern.“ Die Jugendlichen, die kurz danach dennoch wieder das Gelände betreten haben, hätten auf ihrem Weg mindestens acht Hinweisschilder „Betreten verboten“ passieren müssen, so Schmitz. sti
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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