Gestritten wird in der besten Familie. Warum sollte es in einer Dorfgemeinschaft anders zugehen? Es gab Differenzen darüber, wer das Erntefest im August ausrichtet. Nun steht fest: Veranstalter sind wie in den Vorjahren die Vereine, der Bredower SV hat den Hut auf. Damit dürften wieder dörflicher Alltag und Ruhe einkehren in Bredow. Und das ist positiv gemeint.
Denn der Ort hat noch viel von dem, was man woanders schon lange suchen muss. Landwirte, die Pferde und Schafe züchten oder Felder bestellen, eine Familienbäckerei, eine Gaststätte, eine Kita. Und dann gibt es viele, die sich in ihrer Freizeit zum Wohle des Dorfes einbringen. Mitglieder von Angler-, Fußball- oder Reitverein gehören ebenso dazu wie die gewählten Mitglieder des Ortsbeirats. Sie setzen sich für den Bau eines Spielplatzes ein oder feiern zusammen. Die Zeit in dem 650-Seelen-Dorf ist nicht stehen geblieben, aber sie hat ihren eigenen Takt. Mitunter sind die Bredower auch eigensinnige Kämpfer. Etwa 2003, als sie sich mit einer Klage gegen die Eingemeindung nach Brieselang wehrten, weil sie um ihre Dorfgemeinschaft fürchteten. Die Klage hatte keinen Erfolg. Eine Gemeinschaft sind sie immer noch. Da macht es nichts, wenn zwischendurch der Haussegen mal schief hängt.
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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