BAD BELZIG - In der Bad Belziger Stein-Therme droht ein Arbeitskampf. Während der Betriebsrat der kommunalen Betreibergesellschaft Kur- und Freizeit GmbH (Kuf) von einer Übernahme des Restaurantpersonals durch den baldigen Pächter Allstar Bad Belzig GmbH & Co. KG ausgeht, will dessen Chef Norbert-Jörg Wolff komplett neue Verträge mit seiner künftigen Mannschaft. Allenfalls elf statt der bisher 20 Beschäftigten wird Wolff übernehmen, wie er sagte. „Jetzt muss die Wirtschaftlichkeit hergestellt werden“, erklärte er auf MAZ-Anfrage. Norbert-Jörg Wolff ist Investor des geplanten Kurparkhotels in Bad Belzig.
„Für mich liegt ganz klar ein Betriebsübergang nach Paragraph 613a des BGB vor“, sagte Betriebsratsvorsitzender Jens Helbig gestern auf Anfrage dieser Zeitung. „Wir sind nie von etwas anderem ausgegangen.“ Für Empörung und Unsicherheit unter der Belegschaft sorgen deshalb die Offerten der Allstar Bad Belzig, wie Vizebetriebsratschef Joachim Kitzmann berichtete.
Kuf-Geschäftsführer Dieter Hartmann hat nach eigenen Worten seinen betroffenen Mitarbeitern nahe gelegt, sich bei dem Unternehmen zu bewerben. „Das hat mir Herr Wolff so empfohlen. Von Kündigungen habe keiner gesprochen, sagte Hartmann. „So etwas tut man sehr ungern.“ Wie der Kuf-Chef sagte, gehe er nicht von einem Betriebsübergang aus. „Die Angelegenheit ist in der rechtlichen Prüfung.“ Nun streiten also Anwälte der Kuf und der Arbeitnehmer.
Für Investor Wolff ist das nach eigenen Worten ein interner Kuf-Vorgang. „Ich strebe Änderungskündigungen an“, erklärte er. Die neuen Arbeitsverträge würden keine schlechteren Bedingungen bieten, versicherte der Unternehmer. Gehalt und Urlaub würden den Mitarbeitern erhalten bleiben. „Ein Betriebsübergang ist das für uns nicht“, sagte er. „Wenn der Betriebsrat anderer Meinung ist, dann muss er eben klagen.“ Wolff will morgen Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern führen. Der Aufsichtsrat der Kurgesellschaft tagte gestern. (hms)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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