ALTES LAGER/JÜTERBOG - Nahe dem Keilberg auf dem ehemaligen Schießplatz Jüterbog brennen Heide und Kiefern auf einer Fläche von rund 100 Hektar. Die Feuerwehren haben die Fläche „umzingelt“ und löschen kleinere Gras- und Heidebrände. An das große Feuer dürfen sie nicht heran, denn es tobt in der sogenannten roten Zone, die hoch munitionsbelastet ist – die Flammen können nur von außen, von ungefährdeten Flächen und Wegen aus bekämpft werden. Bei der Hitze hochgehende Munition war wohl auch wieder der Auslöser des Brandes.
Das Feuer war am Sonntag gegen 13 Uhr ausgebrochen – etwa 40 Hektar waren vorerst betroffen. Bis zum frühen Abend brannte es schon auf einer Fläche von rund 85 Hektar. „Das Besondere ist diesmal, so Jüterbogs Löschzugführer Lutz Selent noch am Sonntagabend gegenüber der MAZ, „dass nicht nur die Heide, sondern vor allem auch hohe Kiefernbestände brennen.“
Über Nacht beruhigte sich das Feuer – Verschnaufpause für die Feuerwehrleute. „Wir hatten am Sonntag 120 Kameraden im Einsatz“, sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister und Stadtwehrführer von Jüterbog Tino Gausche gestern Früh vor Ort. Zu dieser Zeit sind es noch 30 Feuerwehrleute der umliegenden Orte, die das Feuer beobachten und kleinere Brandherde löschen. Die Leitstelle befindet sich an einer Wasserentnahmestelle. Diese fasst 500 Kubikmeter Wasser und ist nicht die Einzige im Gelände. In regelmäßigen Abständen rücken die Tanklöschfahrzeuge zur Wasseraufnahme an.
Jens Bandelin, verantwortlicher Förster für das Gelände, ist mit vier Waldarbeitern ebenfalls vor Ort. Sie schneiden Wege frei. Damit soll der Zugang zum Brandherd verbessert werden. Bandelin spricht um zehn Uhr von etwa 100 Hektar, die kontrolliert abbrennen müssen. Es ist daran gedacht, die Bundeswehr in Holzdorf um Luftunterstützung zu bitten. „Ein langwieriger Weg – Behörden unter sich“, sagt Tino Gausche. Ihm wäre es lieber, kurze und direkte Wege zu gehen. „Doch wer bestellt, der zahlt auch“, macht er auf ein Problem aufmerksam, vor das die Feuerwehren und die Kommunen in solch hoch brisanten Situationen immer wieder gestellt sind.
So nimmt am Vormittag bei stetig steigenden Temperaturen die Gewissheit zu, dass die Flammen bald wieder hochschlagen werden. Und auch das dumpfe Knallen explodierender Munition ist zu erwarten. Tatsächlich steigt die große Rauchwolke am Mittag wieder auf, der Brandgeruch durchzieht Städte und Dörfer.
Am Nachmittag kommt der erste Löschhubschrauber zum Einsatz, ein zweiter und ein Löschflugzeug werden von den Feuerwehrleuten erwartet. (Von Matthias Butsch und Michael Helm)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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