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BRANDENBURG/H. - Einen grausigen Fund machten Feuerwehrleute in Brandenburg an der Havel gestern Morgen. Bei einem Einsatz im Stadtteil Görden fanden sie zwei verbrannte und gefesselte Leichen. Die Wehr war ausgerückt, weil die hölzerne Tribüne an einer Turnhalle zwischen zwei Schulen in Flammen stand. Die beiden Toten, die jeweils erheblich verkohlt sind, waren nach MAZ-Informationen gefesselt. Genau an der Stelle, an der sie lagen, soll das Feuer ausgebrochen sein, vermutlich waren sie angezündet worden. Die Umstände sprechen dafür, dass der Brand eine Verdeckungsstraftat sein könnte – damit sollen Spuren vom Tötungsdelikt und den möglichen Tätern beseitigt werden. Es ist auch möglich, dass die Opfer an einem anderen Ort getötet und von dort zur Tribüne gebracht wurden. Bekannt wurde bisher nur, dass eine Person von großer Gestalt, die andere eher klein war.
Rings um die Tribüne sei jeden Abend Betrieb, vor allem Jugendliche beleben den Platz, erzählt Bernd Schulze, Hausmeister der Busch-Grundschule. „Einige spielen nur Basketball, andere trinken und hängen herum. Das sehe ich an den vielen Flaschenscherben.“ Viele junge Russlanddeutsche seien hier häufig anzutreffen, sagt ein anderer Mann.
Der Staatsanwalt hat eine gerichtsmedizinische Untersuchung der Toten angeordnet, die Kripo ermittelt. (Von André Wirsing)