LUDWIGSFELDE - Mit diesem Monat gibt es im Rathaus von Ludwigsfelde keine drei Fachbereiche mehr, sondern nur noch zwei. Bürgermeister Frank Gerhard (SPD) hat „seine“ Verwaltung in Teilen umstrukturiert. Im Pressegespräch nennt er es nicht so, aber es klingt danach: Drei Mitarbeiter bekommen die Chance, in einer Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Standortmarketing managerähnlich zu arbeiten. Es sind der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Thielicke, der bisher den Fachbereich Stadtentwicklung leitete, Steffi Schmoz aus dem Sachgebiet Liegenschaften und Jutta Diekgers aus dem Sachgebiet Bauleitplanung.
Nach seinen beiden ersten Bürgermeisterjahren hatte Gerhard der bisherige Zuschnitt der Wirtschaftsförderung nicht mehr gefallen. „Die drei sind jetzt von allen fachfremden Aufgaben befreit und sollen nicht nur Interessenten betreuen, wenn sie zu uns kommen, sondern aktiv auf Investorensuche gehen.“ Die Stabsstelle ist dem Bürgermeister direkt unterstellt, alle drei Mitarbeiter dürfen ohne Rücksprache für die Stadt sprechen, ob gegenüber Behörden oder Medien. Der Bürgermeister sagt: „Es interessiert mich nicht im Detail, was die drei den ganzen Tag lang machen – ich messe sie hauptsächlich am Erfolg.“
Genau das lässt Steffi Schmoz Ehrfurcht vor der neuen Aufgabe haben, „ich bin mir der Erwartungen bewusst . . .“ Doch sie freut sich über das Vertrauen: „Das ist natürlich eine Herausforderung und spannend, aber ich habe auch Respekt.“ Die 45-Jährige ist Bauingenieur mit zehn Jahren Erfahrung auf dem Bau, bevor sie 1999 ins Rathaus kam, und sie absolvierte ein Masterstudium Umweltwissenschaft. Den Bürgermeister hält sie angesichts solcher Freiheiten für „modern und innovativ“. Auf die Arbeit im Dreierteam freut sie sich und denkt, „dass dabei jeder seine Stärken einsetzen kann“. Sie hält sich für „sehr strukturiert“ und schätzt an ihrer Kollegin Jutta Diekgers zum Beispiel, „dass sie ohne Probleme unter Druck richtig gut arbeiten kann“. Und Steffi Schmoz erklärt, das Trio wolle dafür sorgen, „dass die Internetgestaltung für die Wirtschaftsförderung noch besser wird. Außerdem gehört für uns zum Standortmarketing, dass unser Service, den wir Firmen und potentiellen Investoren bieten wollen, rund um die Uhr und barrierefrei zur Verfügung steht“.
Alle drei wollen nicht nur zu den bisher 1711 in Ludwigsfelde ansässigen Unternehmen neue in die Stadt holen, sie wollen auch „Kundenpflege“ betreiben, wie es der Bürgermeister nennt. So schweben ihm Treffs in jedem der Gewerbeparks vor – mit den Firmen des Industrieparks, des Brandenburg- und des Preußenparks. „Oder wir planen eine Ludwigsfelder Nacht der Wirtschaft“, so Gerhard. Doch für das Wichtigste im Moment hält er die Chancen, die Ludwigsfelde mit dem Flughafenbau in Schönefeld hat: „Das ist ein ganz spezielles Zeitfenster. Ein zweites Vorhaben dieser Dimension werden wir alle hier nicht mehr erleben.“ Deshalb erwartet er zum Beispiel von seiner neuen dreiköpfigen Stabsstelle Wirtschaftsförderung, dass Ludwigsfelde „künftig auch mal auf Messen für Flughafenbereiche vertreten sein wird“. (Von Jutta Abromeit)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
» weiter