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29.07.2010

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Markus Kniebeler zum Streit um die Gärten an der Rathenower Kothlanke

Viel Lärm um nichts

Die Kothlanke hat das Zeug, zum meist überschätzten Ort in der Stadt zu werden. Wer die hitzigen Diskussionen der vergangenen Woche verfolgt hat, könnte tatsächlich meinen, es handele sich um ein paradiesisches Stück Natur. Dabei ist der Havelzipfel mit dem einprägsamen Namen nüchtern betrachtet nicht mehr als ein trübes Bassin in einem ziemlich toten Winkel der Stadt. Dass die Verwaltung den Uferbereich auf lange Sicht kleingartenfrei machen will, um den ungestörten Blick auf den Fluss zu ermöglichen, mag legitim sein. Allerdings verstünde man eine solche Initiative noch viel besser, wenn der Gewinn größer wäre. Wenn beispielsweise Platz gemacht werden sollte für einen attraktiven Uferrundweg, von dem die breite Öffentlichkeit profitierte. Aber so ist es nicht. Ohne Kleingärten würde die Kothlanke mit dem dann freien Uferbereich wahrscheinlich zu einem undurchdringlichen Sumpfbiotop verschmelzen. Ganz schön für den Naturschutz, aber jucken würde das ansonsten niemanden. Zumal es jetzt schon weitaus wertvollere Biotope im Westhavelland gibt. Von daher würde sich die Verwaltung keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn sie dem erbitterten Kampf der Kleingärtner nachgäbe und die Kothlanke so beließe, wie sie ist.


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