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26.08.2010

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WEITERBILDUNG: Ein bisschen Spaß muss sein

Verkaufsprofi Martin Limbeck auf Erfolgsforum

POTSDAM - Martin Limbeck ist ein freundlicher Mensch. Die berühmten Verkäufer von Vorwerk-Staubsaugern, die unermüdlich von Haus zu Haus ziehen, lässt der Verkaufsprofi Limbeck gern über die Schwelle. „Ich teste sie“, sagt er. Er habe so schon „super Gespräche“ gehabt und mindestens zwei Dinge gelernt. Erstens: Ein guter Verkäufer von „Reinigungssystemen“ drückt etwa 400mal am Tag die Klingel an einer Haustür. 40mal kommt er zumindest mit dem potenziellen Kunden ins Gespräch und 15mal wird er in die Wohnung zum Verkaufsgespräch gebeten. Und zweitens: Es hat einen guten Grund, warum der gewiefte Vorwerk-Mann immer oben in einem Mietshaus seine Runde beginnt – damit er an einem Misserfolg wie einer verschlossenen Tür nicht ein zweites Mal vorbei muss. Diesen Selbstschutz des Verkäufers findet Limbeck „cool“.

Der Mann, der von sich selbst sagt, er sei ein „ziemlich radikaler Typ“, und der Tränen verschmitzt lächelnd mit „emotionaler Inkontinenz“ umschreibt, entschlüsselte auf dem MAZ-Erfolgsforum „Von den Besten profitieren“ am Dienstagabend in Potsdam die „DNA der Champions“. Was macht den erfolgreichen Verkäufer aus? Auf jeden Fall Optimismus und Spaß, so Limbeck auf dem MAZ-Erfolgsforum, das gemeinsam mit dem Unternehmen Erfolg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam organisiert wird. Das bedeutet, dass der Erfolg trainierbar ist. Was man brauche, sei „die persönliche Einstellung, verkaufen zu wollen“, so der Experte. Wenn ein Abschluss perfekt ist, man aus dem Raum kommt, die Becker-Faust ballt und sagt: „Wow, cool – das ist Adrenalin pur“, schwärmt der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann.

Genussvoll zertrümmert er Vorurteile. Ein lockerer Plausch zum Verkaufsstart? Für Limbeck vertane Zeit. Wenn er mit jemandem einen Verkaufstermin vereinbart habe, dann wisse der doch, „dass ich nicht gekommen bin, um seinen Kaffee zu schlürfen“. Es geht ums Verkaufen. Darauf alle Konzentration. Aber das Gespräch an sich – vor allem der erste Kontakt mit einem neuen Kunden – müsse perfekt vorbereitet sein. „Der erste Kontakt bleibt auf der Festplatte des Kunden gespeichert“, mahnt Limbeck.

Noch etwas sollten Limbeck zufolge Verkäufer auf dem Weg nach oben beherzigen: Sie sollten sich klare Ziele setzen und sie mit harter Arbeit und Fleiß erreichen. An dieser alten Methode rüttelt selbst Limbeck nicht. Sein Plan steht schon. In fünf Jahren will er seine Honorare verdoppeln, wie er unumwunden erklärt.

Beim nächsten MAZ-Erfolgsforum am 21. September beschreibt der erfolgreiche Segler Dominik Neidhart den Weg vom Herausforderer zum Sieger. (Von Ute Sommer)


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