KYRITZ - Dafür, dass es die Technik frühestens in ein paar Monaten zu kaufen geben wird, war der Auflauf gestern in der Kyritzer Hagenstraße gewaltig. Die Deutsche Telekom hatte auf ihr Gelände Medienvertreter aus ganz Deutschland eingeladen und zur Präsentation ihres neuesten Breitbandangebotes keinen Aufwand gescheut.
Der Kyritzer Telekom-Sendemast wird als Erster bundesweit für LTE genutzt. Die wenig aussagekräftige Abkürzung steht dabei für die Nutzung ehemaliger Fernsehfrequenzen zur Datenübertragung, also beispielsweise, um Haushalte drahtlos und mit konkurrenzfähigem Tempo (die Rede ist derzeit von zwei Megabit pro Sekunde) ans Internet anzuschließen. Vorteil gegenüber dem längst gebräuchlichen Internet per Mobilfunknetz ist die größere Reichweite der Sendeanlagen. Die Antenne in Kyritz ermöglicht Verbindungen bis weit in die Gemeinden Wusterhausen und Gumtow oder das Amt Neustadt hinein. Sehr genau sind die Angaben allerdings noch nicht und auch blinde Flecken (vor allem in Richtung Nordosten) kann die Telekom nicht ausschließen.
Trotzdem gab sich Telekom-Chef René Obermann gestern beim offiziellen Akt in Kyritz ausgesprochen zuversichtlich: „Wir freuen uns, hier in Kyritz, in einem Ort, der sich im Vorfeld als sehr kooperativ erwiesen hat, das neue Netz einzuschalten.“ Landesweit sollen bis Jahresende über 30 weitere LTE-Sendestationen folgen, bundesweit rund 500.
Trotz der gestrigen offiziellen Inbetriebnahme kann derzeit noch kein Haushalt das neue Funknetz nutzen. Die dazu notwendige Anschlusstechnik befindet sich noch in der Erprobung. Telekom-Sprecher Georg von Wagner kündigte auf Nachfrage an, dass es dazu in Kyritz in den kommenden Monaten Tests geben werde, an denen sich künftige Kunden beteiligen können. „Wir haben auch schon Anfragen.“ Voraussichtlich im Frühjahr werde LTE dann den regulären Betrieb aufnehmen. (Von Alexander Beckmann)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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