Alles, was auf dem einstigen Fliegerhorst Brandenburg-Briest seit dem Abzug der Bundeswehr angepackt wird, scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Der Verkehrslandeplatz blieb ein Traum, die Dornier-Flugzeugwerft wurde umsonst geplant, ein gescheiterter Investor für einen Solarpark, und nun kündigt Nachfolger Q-Cells einen frühzeitigen Winterschlaf an. Zu verstehen ist es nicht, warum sich der Vorhabensträger für einen der weltgrößten Solarparks schon jetzt auf das Aussetzen der Investition bis zum Frühjahr 2011 festgelegt hat. Für das Landesumweltamt ist es angeblich nur noch eine Frage von Tagen, bis es für den Kreis grünes Licht zur Erteilung der Baugenehmigung gibt. Gerade in der vegetationsarmen Zeit sollte der Aufbau der Solarmodule besonders schonend möglich sein. Doch die muss man selbst als eigener Hersteller erst einmal haben. Die Subventionssenkungen haben in diesem Jahr eine riesige Nachfrage bei den Produktionsfirmen bewirkt. Und auch Q-Cells muss planen, wenn es um 740 000 Module geht. Bleibt zu hoffen, dass Material- und Logistikfragen wirklich hinter der Entscheidung stehen. Wie sagte Q-Cells-Baumanager Karsten Tietz vor einem Jahr: „Der Solarpark muss Ende 2010 fertig sein. Das ist ein K.-o.-Kriterium.“
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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