„Bitte treten Sie von der Bahnsteigkante zurück“, hieß es gestern, bevor sich die zwei Tonnen schweren Bobs auf die 100 Meter lange Rennstrecke in der Steinstraße begaben. Viele Zuschauer ließen sich den Spaß nicht entgehen und feuerten die Teams an.
Auf originale Straßenbahndrehgestelle geschweißt sind die Bobs, die eigens für die erste Auflage des Spektakels vor zwei Jahren gebaut wurden. Nun durften sie erneut aus der Garage und mitten hinein in die Stadt. Zwanzig Teams sind angetreten, um das zweite Bobrennen in Brandenburg für sich zu entscheiden – und es hätten noch weit mehr werden können. „Wir hatten 30 Anfragen, mussten das Starterfeld aber begrenzen“, sagte Verkehrsbetriebechef Werner Jumpertz. Gemeinsam mit dem Gewerbeverein wurde das Spektakel organisiert – besonders viel Wert wurde auch auf Sicherheit gelegt.
Vor zwei Jahren noch hatte das Team der Verkehrsbetriebe gewonnen. „Da hatten wir unsere Leute auch ins Trainingslager geschickt“, sagte Jumpertz. In diesem Jahr sei er aber „ganz Chef geblieben“ und die Arbeit ging vor. Deshalb rechnete er sich für „sein“ Team auch keine großen Siegchancen aus.
Andere stapelten ebenfalls tief. Matthias Schulz vom Team „Die Erbse“ erklärte das reine Überleben zum Ziel – umso mehr freute er sich über eine starke Vorlaufzeit.
Die gute Leistung hat er wohl auch seiner Kostümierung zu verdanken. Mit blonder Lockenpracht und enger grauer Strumpfhose für extra viel Bewegungsfreiheit ausgestattet ging er an den Start. „Erst wollten wir im Borat-Badeanzug antreten, aber dann hätten die Frauen bei uns Schlange gestanden“, erklärte Teamkapitän Schulz augenzwinkernd. Die vier Brandenburger nutzten das Wochenende, um sich im Freundeskreis einfach mal wieder zu treffen, da mittlerweile nicht mehr alle in Brandenburg wohnen. Dass ganz nebenbei auch der Gaudipokal dabei heraussprang, wurde als positiver Zusatz gewertet.
Den Sieg bei den Männern sicherte sich der SV 63 vor dem Ruder-Club-Havel Brandenburg und den Zulangen-Engeln. Bei den Frauen siegten die Office Dragon vor der Lebenshilfe und den Riesterbiestern.
Alle Pokale wollen im nächsten Jahr verteidigt werden. Citymanagerin Dana Bischof ist optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass es eine Neuauflage geben wird“, sagte sie. (Von Stephanie Philipp)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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