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06.09.2010

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SPORT: Geschick und Bewegung

Olympiade der Behinderteneinrichtungen / Pokal bleibt in der Mozartstraße

JÜTERBOG - Es wurde um jeden Punkt gekämpft. Schließlich nahmen die Mitglieder der Mannschaft von der Luckenwalder Wohnstätte Mozartstraße den Wanderpokal freudestrahlend in Empfang. Besser gesagt, die Sportler durften ihn behalten, denn sie waren Titelverteidiger.

Zum dritten Mal wurde eine Olympiade der DRK-Behindertenhilfe ausgetragen. Im Zweijahresrhythmus findet sie statt, diesmal in Jüterbog auf dem Sportplatz am Rohrteich. Organisator und Ausrichter ist der Kreisverband Fläming-Spreewald des Deutschen Roten Kreuzes. „Auch Behinderte brauchen Bewegung“, formuliert DRK-Kreisverbandsvorsitzender Harald-Albert Swik das Anliegen.

Das hatten die teilnehmenden Mannschaften schnell erkannt. Mit Feuereifer kämpften sie an zehn Stationen um möglichst viele Punkte. Leichte, aber trotzdem anspruchsvolle Übungen, galt es im Team an zehn Stationen zu meistern. Beispielsweise am Schwungtuch. Der Ball musste möglichst lange auf der bunten Stoffbahn verbleiben. Geschickt zupften die Teilnehmer an den Enden. Treffsicherheit war beim Büchsenwerfen mit dem Schlagball gefragt. Auf die Weite kam es beim Medizinballstoßen an. Selbst Rollstuhlfahrer erzielten hier doch recht beachtliche Leistungen. Darts, Curling, Klettern, Torwandschießen, Kegeln und Würfeln waren weitere Disziplinen, bis der Sieger feststand. Mit einem knappen Vorsprung setzte sich das Team aus der Luckenwalder Mozartstraße durch, gefolgt von der Mannschaft der Behinderten-Wohngemeinschaft „Fuchsbau“ Jüterbog.

Tatkräftige Unterstützung erhielt der DRK-Kreisverband bei der Olympiade durch eigene Mitglieder sowie vom Oberstufenzentrum (OSZ) Luckenwalde. Alle elf Schülerinnen des Ausbildungsjahres drei beteiligten sich, betreuten die Stationen und waren Schieds- und Punkterichter. Nadine Kättner ist stellvertretende Klassensprecherin. Ihr gefiel diese Olympiade sehr gut. Überhaupt sei die Ausbildung in den drei Jahren sehr praxisnah. Dazu gehören unter anderem Praktika in verschiedenen Behinderteneinrichtungen im Landkreis Teltow-Fläming, bevor der Abschluss als Heilerziehungspfleger erlangt werden kann.

Den Siegerpokal überreichte Landrat und zugleich DRK-Kreispräsident Peer Giesecke. Er war sichtlich beeindruckt vom Wettkampfeifer der körperlich und geistig behinderten Menschen. Ausdrücklich lobte er das Engagement des Oberstufenzentrums Luckenwalde. (Von H.-Dieter Kunze)


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