KÖNIGS WUSTERHAUSEN - Einem großen Zeltlager glich der Schlossgarten. Hier campierten 300 aus Deutschland und Italien angereiste Historiendarsteller. Sie führten den Besuchern ihre Uniformen und Ausrüstungen vor und erläuterten militärische Symbole.
Zu den Höhepunkten zählten ein Zapfenstreich am Samstagabend sowie gestern eine Parade durch die Stadt. Königlich-preußische Einheiten exerzierten, thüringische Infanteristen musizierten und sächsische Laienhistoriker erläuterten Schlachten, die Geschichte machten. Farbenfrohe Uniformen und prächtige Gewänder boten den Fotografen Motive zuhauf. „Die Stadt nimmt ihre Identität wahr und ihren Bewohnern bereitet das offensichtlich Freude“, kommentierte Landrat Stephan Loge in der Besuchermenge das Geschehen.
In den Abendstunden des Sonnabend öffneten Königs-Wusterhausener ihre Höfe, um Mitbürgern Wein, Sekt, Literatur und Musik zu bieten. Viele Schaulustige machten von diesen Angeboten rege Gebrauch – saßen auf Bänken, standen auf Treppen oder schauten aus den Fenstern. Das musikalische Spektrum reichte von leicht ironisch dargebotenen Schlagern über traditionelle und moderne Folk-Musik bis zu einem Singer-Songwriter-Konzert. (Von Klaus Bischoff)