BÄRKENKLAU - In Blitzeseile sausen die Rebhühner in die Freiheit. Flatterten in die Bäume oder landeten auf dem Stoppelacker. Später war nur noch ihr Geschnatter von Ferne zu hören. Die Bärenklauer Kinder streuten ihnen noch liebevoll ein paar Körnchen hin. Proviant für die ersten schweren Tage in der rauen Natur für die zehn Wochen alten Rebhühner.
Diese Tiere lieben Äcker und Feldraine. Doch als Bodenbrüter, die ab April bis zu 20 Jungtiere aufziehen und sich ein Leben lang als Paar treu sind, haben sie viele Feinde. Vor allem die großräumige Landwirtschaft, die ihnen die Lebensräume nimmt, so Jäger Joachim Röstel. Aber auch stromernde Hunde, Füchse und Raubvögel. Und den Menschen. „Hm, lecker“, meinte mancher, als er das Federvieh sah. Doch verspeisen wollte das am Freitagabend wirklich niemand. Vielmehr etwas dafür tun, dass die Zahl der Rebhühner wieder zunimmt und damit die Artenvielfalt auch rund um Bärenklau erhalten bleibt. 30 Rebhühner hatte Ortsvorsteherin Gundula Klatt bei einem Züchter in Wünsdorf gekauft. Acht waren über Nacht bereits ausgebüxt. Die 22 verbleibenden wurden dann liebevoll nahe der Kinderallee in die Freiheit entlassen. Gekostet haben sie 216 Euro. Das Geld dafür kam 2009 aus dem Verkauf des „Bärenklauer Potts“. Einer zünftigen Kaffeetasse, die für vier Euro zu haben war und das in limitierter Auflage von 100 Stück. Mit dem Kauf unterstützen die Bärenklauer den Artenschutz. „Vermehrt euch und lasst euch vor allem nicht erwischen“, rief Joachim Röstel den davonstürmenden Federvieh hinterher. (hb)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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