RATHENOW - Der Bau des Havel-Radweges steht für die Stadtverwaltung Rathenow ganz oben bei den Investitionen in den Tourismus. Das machte jetzt der Leiter des Rathenower Wirtschaftsamtes, Norbert Heise, noch einmal vor den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft deutlich. Heise legte eine Prioritätenliste mit sechs Vorhaben vor, die bis zum Bundesgartenschau-Jahr 2015 abgearbeitet werden sollen. Der Havel-Radweg ist dabei mit rund 1,5 Millionen Euro Gesamtkosten die größte Investition. In dem Zusammenhang beschlossen die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses auch einen Vertrag mit der Gemeinde Milower Land zu schließen, da der Radweg auch teile des Milower Gemeindegebietes berührt.
Heise machte allerdings auch klar, dass neben dem Radweg, dem Leitsystem entlang der Havel (Gelbe Welle) und einigen Investitionen am Alten Hafen und am Havelweg kein Geld für weitere Projekte zur Verfügung steht. „Wir müssen mit dem, was uns zur Verfügung steht haushalten“, sagte er den Mitgliedern des Ausschusses.
Dabei mussten einige Vorhaben gestrichen werden, die der eine oder andere Kommunalpolitiker gerne weiter im Programm gehabt hätte. So bedauerte Marcel Böttger, dass die Bepflanzung der Kreisverkehrsinseln mit dem Thema Optik vorerst nicht realisiert wird. Unterstützt wurde Böttger dabei von Karl-Reinhold Granzow. „Vielleicht lässt sich bis zum Jahr 2015 da doch noch etwas ausrichten“, sagte Granzow. „So macht das einen schlechten Eindruck auf Besucher, die in die Stadt hineinfahren.“
Ein anderes Projekt steht zwar nicht im Investitionsprogramm, könnte aber dennoch realisiert werden. Es geht um den Havelbadestrand. Wie es aussieht, könnte es tatsächlich eine Havelbadestelle im Naturschutzgebiet geben.
Allerdings wird es eine sehr einfache Einrichtung. Abgesehen davon, dass man die Badestelle selbst etwas herrichtet, wird es keine weiteren Serviceangebote geben. Wer dort schwimmt, muss auf den Schiffsverkehr achten und Parkplätze gibt es ebenfalls nicht direkt in der Nähe.
Dennoch zeigte sich Karl-Reinhold Granzow in der Ausschusssitzung optimistisch: „Ich habe mit vielen Leuten zuletzt gesprochen und dabei mehr als ein grünes Licht gesehen“, sagte Granzow, der auch Vorsitzender des Bauausschusses ist. (Von Joachim Wilisch)
Der Radweg kommt, zwei Biwakplätze nicht
Der Havel-Radweg ist mit 1,5 Millionen Euro das teuerste und wichtigste Projekt auf der Liste der Investitionen in die touristische Infrastruktur. Ziel ist es, bis zur Bundesgartenschau einen Radweg entlang der Havel anzubieten. Die Stadt Rathenow müsste sich an den Kosten mit 153 000 Euro beteiligen.
Das Leitsystem an der Havel (Gelbe Welle, Informationsschilder) steht auf Platz zwei der Prioritätenliste. Insgesamt sollen 30 000 Euro ausgegeben werden (Anteil der Stadt ist bei 15 000 Euro).
Am alten Hafen ist ein Kanuausstieg mit Ablage geplant. Das würde 50 000 Euro kosten. Unklar ist, ob es hierfür Landeszuschüsse gibt.
Am Havelweg soll eine Slipanlage für Boote entstehen. Die Stadt wäre mit 34 000 Euro dabei. Zudem sind am Havelweg Gastliegeplätze für Boote geplant (mit Beleuchtung und Elektroversorgung). Das würde die Stadt nochmals mit insgesamt 164 000 Euro belasten.
Nicht berücksichtigt wurden unter anderem die Gestaltung der Kreisel Grünauer Weg und Eichendreieck. Die Einrichtung von Haltebuchten vor den Kreiseln ist aufgeschoben, ebenso die Erschließung eines Gewerbegebietes am Rathenower Hauptbahnhof. Weitere Projekte, auf die man vorerst verzichtet: Ein Umfahr-, Umtrage- und Treidelweg an der Schleuse Grütz; ein Biwakplatz in Göttlin und Böhne und der Bau des Radweges von Rathenow nach Bamme. wil
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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