WUSTERMARK - Der Streit zwischen dem SPD-Ortsverein Wustermark und der Kreisspitze der Partei steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Die Wustermarker Genossen haben den Parteiausschluss des SPD-Unterbezirksvorsitzenden Burkhard Schröder beantragt. Wenn sich am Sonnabend die Unterbezirksschiedskommission der Sache annimmt, wird es aber nicht nur um Burkhard Schröder gehen. Auch die Chefin der SPD-Kreistagsfraktion und Vize-Unterbezirksvorsitzende Manuela Vollbrecht und die Wustermarker Gemeindevertreterin Marianne Skowrnowski sollen sich vor dem Kreisparteigericht verantworten. Der Ortsverein Wustermark hat für die beiden Frauen ebenfalls den Ausschluss beantragt.
Damit wächst die Liste der SPD-Parteiordnungsverfahren im Havelland (MAZ berichtete). Diesmal greift ein Teil der Wustermarker Basis an: Burkhard Schröder habe als Kreisparteichef in der Zeit des Bürgermeisterwahlkampfs in Wustermark versucht, „über die Auflösung des Ortsvereins unsere demokratisch erfolgte Nominierung ins Leere laufen zu lassen. Diese Gefahr bestand, da unser Wahlkampfkonto gesperrt wurde“, so Leon Bucher vom Vorstand.
Damals zerfiel die örtliche SPD in zwei unversöhnliche Lager: Der SPD-Ortsverein Wustermark hatte mit der CDU den Parteilosen Holger Schreiber nominiert. Kurz darauf wurde ein Ortsverein Süd mit Manuela Vollbrecht an der Spitze gegründet, der den damaligen Bürgermeister Bernd Drees unterstützte. Der SPD-Unterbezirksvorstand hatte zuvor eine Neustrukturierung abgesegnet.
Die Gründung von Süd war später zwar aus formalen Gründen rückgängig gemacht worden und ist bis heute wegen Formalien nicht erfolgt, aber das reicht dem Vorstand des alten SPD-Ortsvereins Wustermark nicht. Er verlangt Strafen, denn „die Auflösung im Februar war ein besonders dramatischer Schritt für unseren Ortsverein, da er die Sperrung der Kasse zur Folge hatte, mit der der Wahlkampf finanziert werden sollte“ so Bucher. „Es kann nicht sein, dass durch das Mittel der Auflösung ein unliebsamer Kandidat verhindert werden kann“, fügt der Jura-Doktorand in Richtung Burkhard Schröder an.
Der Unterbezirksvorsitzende bezeichnete die Vorwürfe gegen ihn als Schwachsinn. „Sie dienen nur der Nabelschau einer Hand voll Leute, die auf Außenwirkung bedacht sind“, so Burkhard Schröder. Die Neustrukturierung der Wustermarker SPD sei nicht vom Unterbezirksvorsitzenden beschlossen worden, sondern einstimmig vom 14-köpfigen Vorstand, so Schröder, der betonte, dass es hier um Parteiangelegenheiten und nicht um ihn als Landrat gehe, wie die Anrede seiner Gegner suggeriere. Der Verhandlung am Sonnabend sehe er sehr gelassen entgegen, so Schröder.
Manuela Vollbrecht soll sich wegen ihrer Unterstützung für Bernd Drees verantworten. „Eine Partei kann nicht mehrere Kandidaten bei der gleichen Wahl haben“, sagt Leon Bucher. Ausschlusswürdig findet man im Ortsverein das Verhalten von Marianne Skowrnowski, die wegen der Querelen aus der Wustermarker SPD-Fraktion ausgetreten war und seitdem Einzelkämpferin in der Gemeindevertretung ist. Dies habe zum Verlust von Ausschussposten für die Fraktion geführt, wurde kritisiert. Die Frauen wollten sich zu den Vorwürfen im Vorfeld des Verfahrens nicht äußern.
Für den Ortsverein Wustermark dagegen ist klar: „Die SPD im Havelland muss sich nach neuem Führungspersonal umsehen“, sagte Vorstandsmitglied Bucher überzeugt. (Von Anke Fiebranz)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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