Suche der Märkischen Allgemeinen:

Suchbegriff eingeben und abschicken
Auswahl der Suchkategorie

Wetter in Brandenburg:

6ºC
Symbol: aktuelles Wetter in Brandenburg

Metamenu:


Sie befinden sich hier:

  1. » Märkische Allgemeine
  2. » Lokales
  3. » Teltow-Fläming
  4. » Lokalnachrichten
17.01.2011

Beitragsfunktionen:

BÄDERLANDSCHAFT: Verkauf der Saunatherme geplatzt

Kristall AG investiert in Werder, bleibt in Ludwigsfelde Pächter

LUDWIGSFELDE/WERDER - Bereits im Herbst 2012 will die Kristall AG die ersten Besucher der Blütentherme in Werder empfangen. Die Gesellschaft hofft auf 350 000 Besucher im Jahr. Unterdessen ließ Geschäftsführer Heinz Steinhart den Ludwigsfelder Bürgermeister Frank Gerhard (SPD) – Befürworter eines Verkaufs der Ludwigsfelder Therme an die Kristall Bäder AG – in einem Brief wissen, dass man in Werder all das bauen werde, „was wir in Ludwigsfelde planten, uns aber verwehrt wurde.“ Dies gelte auch für das Hotel. „Die von uns bezahlte Planung werden wir in Werder 1:1 umsetzen“, so Steinhart.

Der Geschäftsführer kündigte an, dass sein Unternehmen Pächter der Therme Ludwigsfelde bleiben wolle. Mehr nicht. „Es ist uns nun nicht mehr zuzumuten, die angedachten Bauten – Parkhaus, Wellenbad mit Strandlandschaft, Familienbad, Therme mit Textil, Rutschen und das Hotel – zu verwirklichen. Durch gestiegene Preise für Stahl und Beton kann die ursprüngliche Investitionskalkulation nicht mehr gehalten werden“, so Steinhart. Im Notarvertrag mit der Stadt Ludwigsfelde sei ausdrücklich vereinbart, dass der Vertrag unter Vorbehalt der Zustimmung der Kommunalaufsicht steht. Diese Zustimmung ist bislang noch nicht erteilt worden. Für Steinhart ist der Vertrag, den Gerhard kürzlich in der MAZ selbst als „schwebend unwirksam“ bezeichnet hatte, damit nichtig. Dabei sollte der hart umstrittene Bad-Verkauf bis Ende 2010 perfekt sein, doch hatte die Kommunalaufsicht des Kreises ein drittes Mal Nachforderungen an die Stadt Ludwigsfelde gestellt, damit diese ihre Therme an der Fichtestraße dem jetzigen Betreiber verkaufen kann. Zuvor hatte die Behörde gefordert, dass die Stadt wertmäßig mehr vom Betreiber verlangen solle. Für Steinhart steht indes fest, dass da mit „ständig ändernden Begründungen unsere Bauabsichten verschleppt wurden“. Gerhard selbst hatte es geahnt: Der Nichtverkauf der Therme wird wie ein Bumerang auf die Stadt zurückkommen. Denn Steinhart legt den Finger in die Wunde, wenn er betont, dass es etlicher Investitionen bedarf, um eine der schönsten Thermen-Saunalandschaften Deutschlands wettbewerbsfähig zu halten. Zuständig dafür sei der Eigentümer. Mit Sorge beobachte der „Bäderkönig“ zudem die Entwicklung in Potsdam. Dort läuft die Ausschreibung für eine große Bade- und Saunalandschaft mit 19 Saunen. „Ludwigsfelde“, so befürchtet Steinhart, „wird seine führende Rolle im Brandenburger Bäderbereich sicherlich verlieren.“ (Von Fred Hasselmann)


Ihre Meinung ist gefragt!

Die gesamte MAZ-Ausgabe im Archiv

Helden im Strampler - Babygalerien

Ein Service von
Angebote und Prospekte aus Potsdam von kaufDA