KLEINMACHNOW/BERLIN - Die erste Eisenbahnstrecke Preußens, auf der von 1838 bis 1945 die sogenannte Stammbahn verkehrte, ist endgültig Geschichte. Wie Bahnsprecher Gisbert Gahler gestern auf MAZ-Nachfrage bestätigte, sei unter die Pläne, die Stammbahn wieder aufzubauen, ein „Schlussstrich“ gezogen worden.
Deshalb habe das Unternehmen jetzt 14 Millionen Euro an den Bund zurückgezahlt. Dieser hatte die Summe für die Errichtung eines Einführungsbauwerks am Berliner Nord-Süd-Fernbahntunnel vorgestreckt, allerdings mit der Maßgabe, dass das Geld zurückerstattet werden müsse, falls die Stammbahn-Strecke nicht wieder aufgebaut würde.
Die Stammbahn fuhr einst von Berlin über Zehlendorf, Kleinmachnow-Düppel bis Potsdam und wurde später bis nach Magdeburg verlängert. Der Betrieb wurde 1945 eingestellt.
Nach der Wende gab es zahlreiche Initiativen, die Strecke, die in Teilen noch vorhanden ist, wieder zu beleben. Doch vor einigen Jahren ergab eine Nutzen-Kosten-Analyse, dass sie wirtschaftlich nicht mehr zu betreiben wäre. Außerdem, so Bahnsprecher Gahler, habe sich gezeigt, „dass die Stammbahn politisch nicht gewollt“ sei.
Das sieht der Kleinmachnower Gemeindevertreter Jens Klocksin (SPD) ähnlich. Als Landtagsabgeordneter hatte er sich vehement für den Wiederaufbau der Stammbahn eingesetzt, konnte sich damit im Verkehrsministerium aber nicht durchsetzen. „Gerade jetzt angesichts des erwarteten Chaos durch Avus-Sperrung und Sanierung an der Regionalbahnstrecke zwischen Berlin und Potsdam wäre die Stammbahn eine wesentliche Entlastung gewesen“, so Klocksin. Es sei eine traurige Tatsache, dass es bei der Verkehrsinfrastruktur zwischen Metropole und Umland nun weiterhin „erhebliche Defizite“ geben werde.
Auch für die abgespeckte Stammbahn-Variante, einer S-Bahn-Verbindung zwischen Zehlendorf und Kleinmachnow, sieht es augenscheinlich nicht gut aus. Berlin habe dieses Projekt in der aktuellen Verkehrsplanung nur als „mittelfristig realisierbar“ eingestuft, so Klocksin. „Was fehlt, ist ein Signal der Brandenburger Landesregierung, dass die Strecke gewollt wird.“ Eine Vorstudie hatte ergeben, dass die S-Bahn-Strecke wirtschaftlich zu betreiben wäre. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung steht aber noch aus. Ob und wann die Länder sie in Auftrag geben, ist offen. Immerhin bewegt sich nun etwas am Teltower S-Bahnhof. Dort soll der Takt von 20 auf zehn Minuten verkürzt werden. „Wir werden in jedem Fall weiter darauf drängen, dass unsere Region endlich vernünftig an das Schienennetz angebunden wird“, so Klocksin.“ (Von Jürgen Stich)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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