WOLFSHAGEN - Es sind die speziellen Momente, die Germut Miesch zu seinen Bildern inspirieren. Eindrücke von Urlaubsreisen etwa, sagt der Perleberger Künstler, oder auch besondere Ansichten aus der Heimat. „Meist mache ich vor Ort Fotos oder Skizzen und arbeite dann zu Hause an einem Gemälde“, erklärt Germut Miesch seine bevorzugte Arbeitsweise. Eine Auswahl seines Schaffens ist momentan im Schloss Wolfshagen (Gemeinde Groß Pankow) zu sehen. Gestern Abend wurde die Ausstellung im Keller des Schlosses eröffnet.
Nicht zum ersten Mal stellt Germut Miesch in Wolfshagen aus. „Das letzte Mal ist aber schon knapp drei Jahre her“, sagt er. Grund genug für Torsten Foelsch, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Wolfshagen, eine erneute Zusammenarbeit mit dem Künstler anzuschieben. „Herr Foelsch hat mich vor einem halben Jahr besucht und meinte, es wäre mal wieder an der Zeit“, erklärt Miesch. In der Vergangenheit zeigte der Künstler seine Werke bereits bei Ausstellungen in sechs verschiedenen Bundesländern sowie in Berlin und Hamburg.
Für Wolfshagen hat er nun eine Ansammlung von rund 40 Gemälden ausgewählt, die unter dem Titel „Leinwand-Spritzer – Landschaften des Nordens“ verschmelzen. „Es sind Ansichten von Burgen, Bauten, Schlössern und Kirchen“, sagt Miesch selbst über die ausgestellten Motive. Mit Öl und Acryl gemalt, verewigte der Perleberger neben Ansichten aus Venedig, Krakau oder Potsdam auch Motive aus Bad Wilsnack und Wittenberge. „Auf allen Bildern habe ich den Himmel mit Messertechnik gemacht, später habe ich dann mit dem Pinsel weitergearbeitet“, sagt Germut Miesch. Nur ein Bild will nicht so recht in die Szenerie passen: Es trägt den Titel „11 Katzen in Liebe“, auch wenn „wir zu Hause gar keine Katze haben“.
Neben der Kunstmalerei ist der Perleberger auch als Autor tätig. In der Vergangenheit verfasste er Gedichte, Erzählungen, Biografien, Kinderliteratur und theoretische Schriften. Auch davon zeigt Germut Miesch eine Auswahl im Keller des Wolfshagener Schlosses. Zudem gibt es für die Besucher einen Vorgeschmack auf sein nächstes Werk. „Ich schreibe gerade an dem Roman „Seele Oku“, davon ist aber erst der Prolog fertig“, verrät der Autor. In Zusammenarbeit mit dem Berliner Musiker Hygo Behrens verfasste Miesch auch seine letzte Veröffentlichung „Der Gesang des Lichtes im Prignitzland“, eine Sammlung von Gedichten und Bildern. (Von Jean Dibbert)