LIEBENWALDE - Für Salman Ansari ist die Lösung ganz einfach. „Guter Unterricht muss so sein, dass ihn die Kinder verstehen und mitgestalten dürfen.“ Oft werde Unterricht aus der Konserve vorgesetzt. Dabei sollen sich die Lehrer ganz bewusst auf die Kinder einlassen und danach ihren Unterricht gestalten, sagt der promovierte Chemiker indischer Abstammung.
Wie er sich guten Unterricht vorstellt, zeigte er gestern in der Liebenwalder Grundschule. Die ist seit rund einem Jahr eine sogenannte Prima(r)forscher-Schule. Das ist ein Projekt der Deutschen Telekom und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Dabei bekommen die Lehrer regelmäßig Schulungen, in denen ihnen der Unterricht nach Kinderwunsch nahe gebracht wird.
„Guck mal, ich bin ganz nass geworden“, ruft Maxine, als sie einen Luftballon aus dem Wasser zieht. Sie und elf andere Dritt- und Viertklässler experimentieren zum Thema Luft. „Wer kann mir sagen, woran ich merke, ob Luft in der Flasche ist?“, fragt Ansari in die Runde. Fabiennes Finger schnellt in die Luft, sie fängt an zu schnippen. „Ja“, erteilt ihr der Chemiker das Wort. „Man muss die Flasche unter Wasser halten und drücken. Dann blubbert’s.“ Der Chemiker, der seit mehr als 30 Jahren Experimente mit Grundschülern macht, nickt zufrieden.
„Es ist natürlich am schönsten, wenn man die Kinder mit einbezieht“, sagt Susanne Hergesell, die in Liebenwalde Lehrerin für Sachunterricht ist. Sie steht der interaktiven Unterrichtsform von Ansari sehr positiv gegenüber. „Ich habe auch erst Experimente gemacht“, sagt die Pädagogin. Ihre Schüler durften Minivulkane basteln.
An der Schule wird der Unterricht, in dem die Kinder Tempo und Thema bestimmen, seit rund zwei Jahren regelmäßig praktiziert. „Es ist wirklich lohnenswert, seine pädagogischen Konzepte zu überarbeiten“, sagt Schulleiterin Siegrid Pfuhl. Sie will den Unterricht, bei dem die Kinder das Ruder in die Hand nehmen, zu einer festen Einrichtung an der Schule machen. (Von Christian Meyer)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
» weiter