POTSDAM-MITTELMARK - Die Diskussion um die Flugrouten des Flughafens Berlin Brandenburg International hat bislang keinen negativen Einfluss auf die Grundstückswerte im Potsdamer und Berliner Umland. Das sagte gestern Wilk Mroß, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Potsdam-Mittelmark. „Ruhe ist nur ein Faktor bei der Preisbildung. Lage und Infrastruktur sind entscheidend“, sagte Mroß bei der Vorstellung des Grundstücksmarktberichts und der Bodenrichtwerte für 2010. Die Preise für Bauland sind im Umland sogar gestiegen – besonders stark in Gemeinden, die im Focus der Fluglärmdiskussion stehen. Den größten Sprung machte das Gebiet östlich des Friedhofs in Kleinmachnow, wo im Jahr 2010 für den Quadratmeter 250 Euro zu bezahlen waren (Vorjahr: 210 Euro). Die Top-Lage im Kreis ist die Medonstraße in der Zehlendorfer Villenkolonie in Kleinmachnow, wo der Quadratmeter wie im Vorjahr für 290 Euro gehandelt wurde.
Die Fluglärmdebatte begann Anfang September 2010, sie hätte also noch Auswirkungen auf die Immobilienpreise haben können.
Teuer sind Grundstücke in Teltow Seehof. Dort zog der Quadratmeterpreis von 170 auf 180 Euro an. Am teuersten ist Teltower Boden im Wohnpark Heinersdorfer Weg (250 Euro). Trotz der stolzen Preise sind die Brandenburger Speckgürtelgemeinden immer noch günstiger als die angrenzenden Berliner Bezirke. In Zehlendorf kostet der Quadratmeter im Schnitt 300 Euro, für Spitzenadressen Dahlem oder Grunewald werden bis zu 700 Euro pro Quadratmeter fällig. An Wert zugelegt hat auch Land in Stahnsdorf, etwa in der Märchen- und Blumensiedlung (jeweils 130 Euro). Grashüpferviertel und Wohnpark am Schwarzen Pfuhl sind mit 180 Euro pro Quadratmeter die teuersten Stahnsdorfer Adressen.
Wenig Bewegung gibt es in Werder, wo die Quadratmeterpreise zwischen 30 Euro (Derwitz) und 150 Euro (Wohnpark an der Föhse) rangieren. Das Neubaugebiet Havel-auen ist mit 80 Euro pro Quadratmeter bewertet – etwas höher als die meisten Lagen in der Havelstadt. Preislich leicht bergab geht es für viele Wohnparks. Beispiel: Die Anlagen Bergblick, Buschberg und Rehgraben in Bergholz-Rehbrücke verbilligten sich von 150 Euro auf 130 Euro pro Quadratmeter. Der Grund laut Mroß: Die Wohnparks altern auch und mit ihnen die Infrastruktur – etwa Anliegerstraßen. Sie sind also weniger Wert, da Reparaturen wahrscheinlicher werden.
Die Weltfinanz- und Wirtschaftskrise ist laut Gutachter-Chef Mroß am Grundstücksmarkt fast unbemerkt vorübergegangen. Der Aufschwung dagegen zeichnet sich ab: Im Kreis wurden 2010 so viele Verträge geschlossen wie seit 2005 nicht mehr. 383,6 Millionen Euro gaben die Mittelmärker für Grundstücke aus – das entspricht einem Plus von 17 Prozent. Erzielt wurden die Umsätze vor allem im Potsdamer Umland, denn in den Randgebieten des Kreises ist Land spottbillig. In Wiesenburg ist der Quadratmeter Bauland für fünf bis 20 Euro zu haben. (Von Ulrich Wangemann)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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