HOHEN NEUENDORF - Ausgedient hat er zwar noch nicht, trotzdem kommt „Max der Dachs“ nun ins Museum. Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin will das Naturschutz-Maskottchen aus Hohen Neuendorf ab Dezember in der Ausstellung „Der deutsche Wald. Eine Kulturgeschichte“ für drei Monate zeigen.
In der Schau geht es auch um bürgerschaftliches Engagement für den Naturschutz, vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute. Während einer Recherche zum Kampf der Westberliner gegen ein Kohlekraftwerk im Spandauer Forst in den 1970ern stieß DHM-Mitarbeiter Robert Kluth auf den Hohen Neuendorfer Marian Przybilla. Der Linken-Politiker engagiert sich seit Jahren in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und erzählte ihm von Max dem Dachs. Weil das Tierchen bereits mehreren Naturschutz-Bürgerinitiativen als Sympathieträger zur Seite stand, holt Kluth ihn nun mit in die Ausstellung.
Angefangen hatte Max’ Erfolgsgeschichte 2009 mit der Bürgerinitiative (BI) „Hertha darf nicht sterben“, die sich erfolgreich gegen den Bau einer Umgehungsstraße für die Landesstraße 171 durch das Herthamoor einsetzte. Die Künstlerin Elinor Weise hatte Max damals entworfen, mit Hilfe der Berliner Theaterwerkstätten wurde die Figur schließlich mit einem Kostüm zum Leben erweckt. „Ich freue mich sehr. Als ich ihn gezeichnet habe, hätte ich nicht gedacht, dass er so beliebt werden würde“, sagte Elinor Weise gestern der MAZ.
BI-Gründer Dirk Hartung lobt, Max habe „voll eingeschlagen“ und großes Medieninteresse ausgelöst. Durch Max’ lässiges Auftreten in Skaterklamotten habe er vor allem Jugendliche angezogen und so zum Erfolg der BI beigetragen.
„Herrchen“ Hartung hat seinen Dachs inzwischen gerne anderen Bürgerinitiativen zur Verfügung gestellt. Und so kämpft Max auch an der Seite der BI „Tank und Rast“, die sich gegen die Zerstörung von 170 000 Quadratmetern Schutzwald entlang der A 10 bei Bergfelde richtet. Für Kluth vom DHM war das der entscheidende Grund, Max mit in die Schau zu nehmen.
Wie gefragt Max mittlerweile ist, zeigt auch seine jüngste Präsenz auf einem Flugblatt der BI Stadtentwicklung Hohen Neuendorf, die sich gegen Flugrouten über Oberhavel einsetzt. „Max der Dachs wird nicht hinter Glas stehen“, sagt Kluth deshalb. „Es könnte ja sein, dass er spontan gebraucht und abgeholt werden muss.“ (Von Sebastian Meyer)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
» weiter