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19.07.2011

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KOMMUNALES: Hauptsache Miteinander

Sozial-Vereine der Region richten in Ließen ein Familiencamp aus

LIESSEN -  Gemeinsam statt einsam – was vielen so alltäglich und selbstverständlich klingt, ist für die Teilnehmer im Familiencamp Herzensangelegenheit. Und bei Gemeinschaftsspielen draußen in der freien Natur macht dieses Lebensmotto natürlich richtig viel Spaß. Und so fand am Wochenende bereits zum vierten Mal das alljährliche Familiencamp in Ließen statt. In der Herberge „Haus Hoher Golm“ lud in die Naturidylle der Verein für soziale Selbstverteidigung Jüterbog zur Freizeit ein. Das Treffen ist eine Zusammenarbeit verschiedener sozialer Initiativen der Region. So nahm ebenfalls der Verein Soziale Offensive Finsterwalde und auch der Verein Alleinerziehender Eltern aus Königs Wusterhausen an der Veranstaltung teil.

„Die Idee geht auf ein Pausengespräch bei einem Seminar zurück. Dort traf ich Frank Eschholz, den Vereinsvorsitzenden vom Partnerverein in Finsterwalde, und wir fanden, dass die Pausen im Leben immer viel zu kurz sind“, berichtete die Veranstalterin des Treffens, Nadine Fischer aus Jüterbog. „Wir dachten uns, man müsste sich mal ein ganzes Wochenende Zeit nehmen, um mal alle im Verein persönlich kennenzulernen, mit denen man immer zusammenarbeitet“, sagte Fischer weiter.

Die Teilnehmer des Familiencamps sollten einfach durchatmen und Kraft tanken können, so die beiden Initiatoren. „Wer sich sozial erfolgreich engagieren möchte, braucht selber viel Energie“, sagte Nadine Fischer. Noch wichtiger sei es, die Leute kennenzulernen, auf die man sich bei der sozialen Arbeit verlassen können muss. „Teamarbeit und Teamfähigkeit sind uns daher beim Familiencamp wichtig. Deshalb haben wir uns auch für Spiele und ein Programm entschieden, dass nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen etwas bringt“ sagte Fischer.

Kinder sind von Natur aus aktiv, aber als Erwachsener verliert man angesichts der Alltagssorgen schon mal seinen Mut und seinen Antrieb, so Fischer. Um dem vorzubeugen, war im Familiencamp ein Fachmann am Werk. Der ausgebildete Sozial- und Erlebnispädagoge Michael Kreyenburg aus Werder bei Jüterbog hatte wie im vergangenen Jahr viele Spiele und Ideen im Gepäck. Ob in der Gruppe beim Balancieren auf Seilen oder an der Kletterwand, bei einer Wasserbombenschlacht oder mit viel Mut auch im Hochseilgarten – immer ging es Kreyenburg darum, die Teamarbeit sowie das Vertrauen in sich selbst und andere zu fördern.

Auch das Zubereiten der Mahlzeiten war im Camp Gemeinschaftssache. Und das nicht nur aus Kostengründen, sondern, weil es allen offensichtlich Spaß machte. „Es ist wahnsinnig schön, morgens schon von lachenden Menschen geweckt zu werden“, berichtete Petrus Maiwald. Er war mit seiner Tochter Indira zum ersten Mal im Camp dabei. Der Ludwigsfelder stammt aus Amsterdam. Für die Teilnehmer des Camps stand fest, das er mit seinem außergewöhnlichen Vornamen verantwortlich für das gute Wetter war.

Neben den Spielen, Nachtwanderungen und einem unterhaltsamen Abendprogramm gab es noch weitere Angebote. Eines richtete sich an die Kreativen – der Luckenwalder Bildhauer Karl Späth arbeitete mit ihnen an Ytong-Blöcken. (Von Kathrin Burghardt)


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