POTSDAM / NAUENER VORSTADT - Als erstes kommt ein erhobener Kopf, 1,50 Meter groß, der ganz in sich versunken mit geschlossenen Augen einen Duft zu erkunden scheint oder ein Geräusch. „Stille“ ist der Titel der von Thomas Otto geschaffenen Skulptur aus Stahlblech, die in den nächsten Tagen an wechselnden Orten in der Stadt für die „Kunstallee“ auf dem Gelände des Treffpunkt Freizeit werben soll.
Nach drei Auflagen von 2007 bis 2009 im Programm der Potsdamer Erlebnisnacht in der Hegelallee wird die „Kunstallee“ vom 19. bis 21. August erstmals als eigenständiges und mehrtägiges Ereignis ausgerichtet. Vom früheren Veranstaltungsteam blieben der Holzbildhauer Steffen Brünner und die Grafikdesignerin Undine van Beek, neu dabei ist unter anderem Vivianne Schnürbusch vom Verein Potsdamer Kunstgenossen, der seit Jahresbeginn zu den Mitbetreibern des Treffpunkt Freizeit gehört.
Wie in den Vorjahren wird die eigentliche „Kunstallee“, deren Programm gestern vorgestellt wurde, auf die Präsentation von 50 bildenden Künstlern aller Sparten von der Bildhauerei bis zur Fotografie konzentriert sein. Das Interesse war offenbar enorm, laut Brünner gingen mehr als 260 Bewerbungen ein. Zu den Auswahlkriterien zählte für die erstmals einberufene Jury neben der künstlerischen Qualität auch politisches und soziales Engagement der Arbeiten.
Als Schirmherrin wurde die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan gewonnen, die einer breiten Öffentlichkeit durch ihre zweimalige Kandidatur als Bundespräsidentin bekannt wurde. Der Kontakt kam zustande über Jurymitglied Timo Füchsel, der an der Viadrina in Frankfurt (Oder) studierte, als Schwan dort Präsidentin war.
Begleitet wird die „Kunstallee“ mit einem umfangreichen Programm. Auf der Konzertbühne soll es von javanesischer Folklore bis zu Klezmer und sibirischem Kehlgesang ein weit gefächertes Weltmusikprogramm geben. Kulinarische Genüsse sind in einem marokkanischen Beduinenzelt angekündigt, auch ein Strandfeld soll zur Hebung der Aufenthaltsqualität aufgeschüttet werden. Am Abend wird der Treffpunkt bunt illuminiert. Pavillons sichern das Ausstellungsprogramm auch bei schlechtem, Wetter. Der Eintritt und alle Programmangebote sind für das Publikum kostenlos.
Eine wichtige Aufgabe kommt den Besuchern bei der Abstimmung über den Preisträger der Kunstallee 2011 zu. Dem Sieger winkt ein ganzes Paket von Preisen, darunter eine gemeinsame Präsentation mit Kunst von Udo Lindenberg, Frank Zander und Helge Schneider in der Galerie Albert Baake, Mittelstraße 30, zur Kunstgenusstour am 10. September und später eine vierwöchige Einzelausstellung in der Galerie.
Eine Meinungsbildung über die Ausstellenden ist schon vorab möglich, der Katalog zur Kunstallee soll bereits an zahlreichen Orten in der Stadt ausliegen, im Internet ist er auf www.kunstallee-potsdam.de unter dem Stichwort „Infos“ zu finden. (Von Volker Oelschläger)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
» weiter