Eichwalde - Der bauliche Schallschutz am Gebäude der Oberschule „Villa Elisabeth“ in Eichwalde ist zehn Monate vor Inbetriebnahme des neuen Schönefelder Flughafens Berlin-Brandenburg abgeschlossen. Vertreter der Berliner Flughäfen erläuterten diese Woche die Baumaßnahmen im Wert von 216 000 Euro. Es wurden unter anderem Fenster ausgetauscht und Lüftungsanlagen eingebaut.
Beim Schallschutz für Schulen und Kindergärten „sind wir auf einem guten Weg“, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. Bislang seien für 37 der etwa 50 Einrichtungen Anträge gestellt worden, für 29 bestünden bereits Vereinbarungen zwischen den Trägern und den Flughäfen. Mit der Villa Elisabeth sei das zwölfte Gebäude übergeben worden, bis zu sechs weitere Einrichtungen im Flughafenumfeld sollen laut Kunkel bis zum Jahresende folgen.
Holger Köhler von der Geschäftsleitung der Privatschule „Villa Elisabeth“ lobte die „vertrauensvolle und unbürokratische Zusammenarbeit“ mit den Berliner Flughäfen. Die Bauarbeiten seien termingerecht innerhalb der Sommerferien abgeschlossen worden. „Nun kann das neue Schuljahr mit einer deutlichen Lärmminderung beginnen. Wir freuen uns, dass zahlreiche freiwillige Leistungen wie Malerarbeiten von den Berliner Flughäfen übernommen wurden“, sagte er. 100 Schüler und Lehrer sind an der Oberschule.
In Eichwalde erhalten sechs besondere Einrichtungen Schallschutzmaßnahmen, davon sind mit der Oberschule, der Kita „Haus der kleinen Strolche“ und dem Hort in der Stubenrauchstraße schon drei fertig gestellt. Die Humboldt-Grundschule und das Humboldt-Gymnasium sollen noch in diesem Jahr den Schallschutz bekommen. Das Schallschutzprogramm der Berliner Flughäfen rund um den neuen Flughafen BER hat ein Gesamtvolumen von 140 Millionen Euro. (MAZ)