PARIS - „Es ist doch alles da!“ Der Vermieter zählt auf: Kochnische, Tisch mit Stuhl, Wandschrank, Nasszelle. Der Schlafbereich in der Zwischenetage, unter der Schräge, per Leiter erreichbar. Gemeinschaftstoilette auf dem Gang. 550 Euro im Monat, plus Nebenkosten. Willkommen in Paris.
Tatsächlich ist das ein guter Preis für ein möbliertes Zimmer in der Metropole. Sie gehört zu den teuren Pflastern – und wird immer teurer. In Krisenzeiten investieren viele in Immobilien, wohlhabende Ausländer treiben den Preis hoch. Innerhalb eines Jahres ist er um 22,7 Prozent gestiegen. Mehr als 8000 Euro kostet der Quadratmeter mittlerweile im Schnitt.
Antoine Cazalis de Fondouce hat sich auf Immobilien-Beratung und -Verkauf am linken Ufer der Seine spezialisiert, auf die historischen Intellektuellenviertel „Quartier Latin“ und „Saint-Germain-des-Prés“. Studenten, Künstler können dort nur leben, wenn sie „Chambres de bonne“ ergattern – Dachkammern von sieben bis zwölf Quadratmetern Fläche, von denen es offiziell mehr als 20 000 in der Stadt gibt. Bewohnt von Studenten, Au-Pair-Mädchen, Einwanderern, manchmal von ganzen Familien – ein kosmopolitischer Mix in der obersten Etage, häufig mit einer gigantischen Aussicht auf Paris.
Während die Wohnungen darunter großzügig geschnitten, mit Stuck verziert sind, herrscht hier schlichte Kargheit. In den Kammern hausten seit 1830 die Dienstmädchen, „Bonne“ genannt – gut für alles. Die mangelnde Hygiene brachte den Zimmern bei der Tuberkulose-Ausstellung 1906 einen Vergleich mit Gefängniszellen ein. Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb die Stadt dann die Größe von acht, später neun Quadratmetern vor – oft vergebens.
Im Frühjahr drohte Benoist Apparu, Staatssekretär für Wohnungswesen, mit einer höheren Steuer für Vermieter, die Mini-Zimmer für Wucherpreise von bis zu 900 Euro für zehn Quadratmeter anbieten. Aber die schönste Stadt der Welt, erklärt Vermieter Cazalis de Fondouce, habe eben ihren Preis: „Paris ist eine Stadt mit außergewöhnlich hoher Lebensqualität.“ (Von Birgit Holzer)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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