Potsdam - Brandenburg soll nach dem Willen des Landtages bis auf den Forschungsbereich möglichst frei von Gentechnik in der Landwirtschaft bleiben. Einer entsprechenden Beschlussempfehlung des Agrarausschusses stimmte das Parlament heute mehrheitlich zu.
Es fordert damit einerseits die Landesregierung auf, die Erforschung von Chancen und Risiken moderner Gentechnik weiter zu unterstützen - als Experiment auch in freier Natur. Andererseits sollen auf landeseigenen Flächen keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden.
Gentechnikfreien Regionen sei mehr Rechtssicherheit zu geben, heißt es in dem Papier. Außerdem müssten die Haftungsrisiken für mögliche Folgen aus der Anwendung genveränderten Saatgutes allein die Lizenzinhaber tragen.
Erstmals sei mit der Beschlussfassung ein klares Nein zum kommerziellen Anbau genmanipulierter Pflanzen festgeschrieben worden, sagte die Linksabgeordnete Carolin Steinmetzer-Mann. Nach Angaben des Agrarministeriums gibt es ihn schon in diesem Jahr nirgendwo mehr im Land.
Ein ursprünglich von Bündnis 90/Die Grünen eingebrachter Antrag zu dem Thema, der einen völligen Verzicht auf Gentechnik anstrebte, hatte im Agrarausschuss keine Mehrheit gefunden. Die Koalitionspartner SPD und Linke veränderten ihn daraufhin. Bei der Schlussabstimmung am Mittwoch votierten die Bündnisgrünen dagegen. dpa
POTSDAM - Brandenburg hat 14 Landkreise. Als kürzlich die SPD auf einer Konferenz über Brandenburgs künftige Verwaltungsstruktur diskutierte, plädierte eine Mehrheit der Kommunalpolitiker für eine Reduzierung der Zahl auf maximal „sechs bis acht“.