Potsdam - Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat die Bedeutung der Städte für die Stabilisierung des ländlichen Raums hervorgehoben. Dort seien sie „Anker”, sagte er auf dem 1. Stadtentwicklungstag heute in Potsdam. Zu den wesentlichen Herausforderungen zählten die Folgen des demografischen Wandels mit niedrigen Geburtenraten, Abwanderung und Überalterung, knappere Kassen und steigende Anforderungen der Bürger an die Verwaltung.
Platzeck appellierte an die Städte, mit dem Land geschlossen gegenüber dem Bund und der EU aufzutreten. Beide Seiten müssten sich in den Schwerpunkten für den Mitteleinsatz einig sein.
Das Motto des ersten Stadtentwicklungstages lautete „Brandenburger Städte - Garanten für Wirtschaftskraft und Lebensqualität”. Da die meisten Brandenburger in Städten lebten, spiele die Bewältigung von deren Aufgaben eine große Rolle, sagte Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD). „Mit ihren Versorgungsfunktionen für ihr Umland strahlen die Städte aber auch regional aus.” Das Land werde sie weiterhin unterstützen.
Veranstalter der Tagung waren die Arbeitsgemeinschaften „Innenstadtforum Brandenburg”, „Städte mit historischen Stadtkernen” und „Städtekranz Berlin-Brandenburg”. Auf dem Programm standen Fachvorträge und Diskussionsforen. dpa
POTSDAM - Brandenburg hat 14 Landkreise. Als kürzlich die SPD auf einer Konferenz über Brandenburgs künftige Verwaltungsstruktur diskutierte, plädierte eine Mehrheit der Kommunalpolitiker für eine Reduzierung der Zahl auf maximal „sechs bis acht“.