BRANDENBURG AN DER HAVEL - Brandenburg ist voller Schätze und kaum jemand weiß davon. Einer davon ist am Dom verbuddelt. Die Kiste kann nicht jeder finden. Nur sogenannte Geocacher, die sich mit kleinen Geräten in ihrer Hand auf die Jagd nach den großen Geheimnissen der Stadt machen.
Ab Mai 2012 wird auch Petra Stehlin an ganz unterschiedlichen Orten in der Stadt ihre Schätze vergraben. Wo, das will die Stadtführerin vorerst nicht verraten – Berufsgeheimnis. Denn die 51-jährige Brandenburgerin ist die erste Stadtführerin, die in Brandenburg Geocaching (sprich: geokäsching)-Touren anbietet: Per Satellitenpeilung können sich Touristen oder Hobby-Schatzsucher mit ihrem GPS-Empfänger auf Entdeckungsreise begeben. Die Fährten dazu legt Petra Stehlin.
Ziel des Spiels ist, mithilfe vorgegebener Koordinaten durch die Stadt zu spazieren und am Ende einen Schatz zu finden. Der Schatz, ein sogenannter Geocache, ist eine wasserdichte Box, die im Boden verbuddelt oder in einer dunklen Ecke versteckt ist. In dem Behälter befindet sich ein Zettel mit einem Notizbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände. Der Schatzsucher trägt sich in das Buch ein, als Beweis, das er den Schatz gefunden hat.
Für Geocacher sei es ein großer Spaß, die Schätze und gleichzeitig die Stadt zu entdecken, sagt Petra Stehlin. „Mit meiner Stadtführung will ich die Leute auf keinen Fall verwirren.“ Deshalb bietet sie zwei unterschiedliche Touren an. Schatzsucher, die es sich zutrauen mit ihrem GPS-Gerät die geheimnisvolle Kiste zu finden, können sich allein auf den Weg machen. Gäste, die nicht allein mit dem Navigationsgerät losziehen wollen, begleitet die Stadtführerin. „Ich möchte Kontakt zum Kunden haben“, sagt Stehlin. So gebe es durchaus Touristen, die sagten, sie brauchen keine Stadtführung, wenn sie ein GPS-Gerät haben. Andere wiederum wollen das virtuelle Abenteuer erleben und gleichzeitig Geschichten ihrer Begleiterin hören.
Die Idee zu ihren Touren hat sich Petra Stehlin in anderen Städten abgeguckt. „Dieses Geocaching hat sich zu einem richtig dollen Trend entwickelt, auch unter Privatleuten“, erklärt sie. Wenn man den Daten vom größten Geocache-Verzeichnis www.geocaching.com glaubt, sind allein in Deutschland 197 000 Schätze vergraben. Kein Wunder, dass Stadtführer wie Petra Stehlin den Markt der GPS-Jagd für sich entdeckt haben.
Sechs GPS-Geräte kann Stehlin an ihre Gäste verteilen. Für eine Stunde Schatzsuche bezahlen Gruppen mit bis zu 18 Personen 40 Euro, jede weitere Stunde 30 Euro. Treffpunkt für ihre Stadttouren soll die Touristeninformation sein. Damit es den Gästen während ihrer GPS-Streifzüge durch die City nicht langweilig wird, hat sich Stehlin ein Motto überlegt. Während ihrer geführten Touren setzt sich die Stadtführerin eine Perücke auf und schlüpft in die Rolle einer Hexe, die ihre Lehrlinge zum Schatz führt. „Ein bisschen durchgeknallt muss man eben sein“, erklärt sie. (Von Diana Bade)
Moderne Schatzsuche
Geocaching kommt aus den USA und lässt sich mit einer Art moderner Schatzsuche und Schnitzeljagd vergleichen.
Es gibt Leute, die in der Stadt Dosen, Schachteln oder Kisten voller kleiner netter Dinge sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch, in das sich die Finder eintragen, verstecken.
Im Internet veröffentlichen jene, die einen Cache versteckt haben, die Koordinaten des Verstecks und rufen damit alle Geocacher auf, den Schatz zu finden.
Über ihr Smartphone mit einer entsprechenden App oder ein GPS-fähiges Gerät erfahren die Jäger, wo die Schätze versteckt sind.
GPS steht für „Global Positioning System“. Die Geräte zeigen die Positionen bis auf wenige Meter genau an. dba
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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