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waschi | 25.11.2011, 11:31
Ich lasse
Das ist Jugendradio? Meinungsfreiheit ist schon gut, warmer Abriss in NY ist wohl schon lustig, in Solingen und Mölln auch?
Neulich musste ich im ARD Morgenmagazin den Xavier Naidoo ertragen, als er Deutschland zum besetzen Land erklärte.
Auf den Nazi-Seiten wird er gefeiert.
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Paulaner | 25.11.2011, 15:02
Wenig Wissen, aber viel Meinung
Dass Jebsen überhaupt nichts verstanden hat und völlig in seinen verschwörungstheoretischen Konstrukten gefangen ist, zeigt seine vorbereitete Sendung:
"Wieso wird von Ratingagenturen die Bonität von Italien oder Spanien infrage gestellt und die der nicht minder verschuldeten USA nicht?"
Wie kann sich Jebsen an Themen wagen, von denen er nichts versteht? Es hat gute Gründe, warum die Investoren einen Unterschied zwischen der Bonität der USA und der einiger europäischen Länder machen! Jebsen brauchte zwei, drei Artikel, um das zu begreifen, er sollte einfach mal seine bisherigen Quellen überprüfen. Außerdem stimmt es nicht, dass die Bonität der USA nicht in frage gestellt wird, es gab eine Abstufung durch eine Ratingagentur - und den dazu gehörigen Schock der Börsen.
"Wieso wird die pakistanische Atomwaffe nicht als Gefahr angesehen, aber die iranische?"
Wer außer Jebsen behauptet denn, dass die pakistanischen Atomwaffen nicht als Gefahr gesehen werden? Wer durchschnittlich informiert ist, weiß um die Gefährlichkeit der pakistanischen Atomwaffen. Pakistan hilft zudem Iran bei der Entwicklung von Atomwaffen, das ist alles bekannt, auch die entsprechenden Vorkehrungen zur Sicherstellung der Atomsprengköpfe. Aber, und hier liegt ein großer Unterschied zu Iran, Pakistan droht keinem Land, es auszulöschen! Israel ist jetzt in großer Gefahr, und nicht nur Israel. Das einzige demokratische Land der gesamten Region droht vernichtet zu werden und Jebsen fragt so ganz harmlos, worin denn der Unterschied zwischen iranischen und pakistanischen Atomwaffen besteht?
Jebsen ist kein Antisemit, sondern nur ein Israelkritiker. Wenn Israel mit seinen 7 Millionen Menschen in einem atomaren Holocaust verschwindet, setzt er sich sicher für ein neues Denkmal ein, gleich neben das jetzige Holocaust-Denkmal in Berlin.
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Schlagwerker | 25.11.2011, 20:44
Gleichfalls, Paulaner!
"Wie kann sich Jebsen an Themen wagen, von denen er nichts versteht? Es hat gute Gründe, warum die Investoren einen Unterschied zwischen der Bonität der USA und der einiger europäischen Länder machen!"
Ihr Einwand erregt mein aufrichtiges Interesse, zumal nach meinem Kenntnisstand die USA de facto bankrott sind! Deren Leistungs- und Wirtschaftsdaten rechtfertigen die tadellosen Ratingbewertungen zwecks Bewahrung von Neuverschulgungskapazitäten nicht im geringsten.
"Israel ist jetzt in großer Gefahr, und nicht nur Israel. Das einzige demokratische Land der gesamten Region droht vernichtet zu werden und Jebsen fragt so ganz harmlos, worin denn der Unterschied zwischen iranischen und pakistanischen Atomwaffen besteht?"
So, so..."Israel droht vernichtet zu werden"...in Ihrer dramatisierten Darstellng übersahen Sie bedauerlicherweise jenes Detail, dass bei einer atomaren Auslöschung Israels die seitens vom Iran durch die Hamas unterstützten Palästinenser ebenfalls den Atomtod stürben (befreundete, den Iran wohlgesinnte Staaten in unmitelbarer Umgebung zu Israel blieben gleichermaßen nicht unbehelligt, Atombomben sind in ihrer Wirkung bedingt "dosierbar") Ihre Ausführungen sind alles andere als logisch, womit automatisch die Frage aufgeworfen wird, welche eigentlichen Beweggründe die iraner Regierung zum Bau einer Atombombe anregen?
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Ziegelstein | 25.11.2011, 23:29
Re: Wenig Wissen, aber viel Meinung
Dies stellt ein Kommentar an Paulana dar.
Es ist schön, Kritik zu hören. Allerdings sollte diese solide verfasst sein. Dies ist in ihrem Fall nun leider nicht geschehen. Eine Einstiegsfrage: Haben sie die Sendungen mehr als einmal verfolgt?
Das eine Problem ist ihre wiederkehrende Polemik, die zum Nachteil ihrer Glaubwürdigkeit des Posts gerreicht. Ich will es ihnen verdeutlichen, indem ich ihren letzten absatz in diesen Stilmittel adaptiere:
"Na zum Glück ist ja das Prolem der Iran, den wenn Parkistan irgendwan einmal Indien bomberdiert, dann ist das ja nicht so schlimm, da sterben zwar auch Millionen von Menschen, aber das sind ja keine Juden" (Nur damit mir das nicht missinterpretiert wird - ich halte jedes Menschenleben für gleichwertvoll, unabhängig von Herkumft oder Religion, und ich bin mit ihnen einer Meinung, das Atomwaffen ein Verbrechen gegen die Menscheit sind)
Ein weiteres Problem ist, das sie bereits eine Meinung haben, und aus den Themen heraus auch eine für Herrn Jebsen bilden. Ob die für ihr Gegenüber auch immer so zutrifft, ist eine andere Sache, aber das lass ich so gelten. Das schwierige ist, das sie neben ihrer Meinung keine andere zulassen, indem sie ihnen einfach die Kompetenz absprechen. Ich will da jetzt gar nicht so tief drauf eingehen, da mir langsam die Zeichen ausgehen, aber sie sollten vermutlich ihren Disskusionsstil ändern. Wenn sie möchten, kann ich mich auch nochmal gesondert dazu äußern.
Sehr schade empfinde ich es, das ein jedes Hinterfragen der öffentlichen Realität als Verschwörungstheorie diskreditiert wird. Es ist unbestreitbar, das die Massenmedien, die die öffentliche Realität konstruieren, nur einen kleinen subjektiven Teil der Wahrheit(tm) darstellen. Es ist ebenso unbestreitbar, das es bereits Manipulationsversuche dieser Realität gab. Die gegebenen Informationen in Frage zu stellen und Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, sollte daher Instrument einens aufgeklärten undogmatischen Mensch
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Zeitgeist | 27.11.2011, 08:30
AmateurGhostwriter in eigenem Auftrag
Liebe Leser, Lasst euch bitte von den zwei Kommentaren über meinem nicht beirren.
Es gibt im Leute im Internet, welche im Auftrag geldstarker Denkfabriken die Meinungsbildung via Internet manipulieren sollen.
Xavier Naidoo wird von Menschenrechtlern gefeiert. Systemkritiker werden von Systemklüngeln gerne zu Extremisten (Links/Rechts) verklärt, um sie so an den Rand der Gesellschaft zu schieben (Kuckkucksnest-Syndrom). Die Deutschen haben genug mind control erfahren müssen! (Achten Sie nun auf Ihre Automatismen im Kopf, während Sie feststellen, dass ich offenbar "die Deutschen" in Schutz nehmen will.)
"Wir erlebten ein Umerziehungsprogramm in den letzten 66 Jahren, egal in welcher Zone der Besatzungsmächte wir lebten." (StaSeVe)
INFORMIERT EUCH SELBST. Und hinterfragt jedes einzelne Wort. Und bedenkt dabei: Freidenker haben selten die Ressoursen, welche die bezahlten Meinungsmacher im Internet haben.
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Paulaner | 27.11.2011, 22:14
Noch weniger Wissen, aber dafür noch mehr Meinung!
"Ihr Einwand erregt mein aufrichtiges Interesse, zumal nach meinem Kenntnisstand die USA de facto bankrott sind! Deren Leistungs- und Wirtschaftsdaten rechtfertigen die tadellosen Ratingbewertungen zwecks Bewahrung von Neuverschulgungskapazitäten nicht im geringsten."
Ich kann Ihr "aufrichtiges Interesse" befriedigen, das hier ist ein Teil meines Kenntnisstandes, Sie sollten sich noch im Handelsblatt und der FAZ informieren:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/China-diktiert-Sparvorgaben-article3990466.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-08/usa-ratingagentur-schulden
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,787694,00.html
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/19/0,3672,8375667,00.html
Von tadellosen Ratingbewertungen, wie Sie behaupten, ist also nur bei Ihnen und Jebsen die Rede, kein Mensch sonst behauptet diesen Unfug.
Auch hier irren Sie: "zumal nach meinem Kenntnisstand die USA de facto bankrott sind!"
Sie sind ein Träumer, aber auch von einem Bankrott der USA reden höchstens Verschwörungstheoretiker und Extremisten. Ökonomen wissen, dass die USA viel flexibler sind, als das alte verkrustete Europa. Sie können viel schneller die wirtschaftlichen Bedingungen verändern und höhere Wachstumsraten erreichen, die Vergangenheit hat das schon öfter gezeigt. Das ist auch der Grund, weshalb Investoren gerade in den letzten Monaten Geld aus Europa abziehen - und in das "facto bankrotte Land USA" transferieren und sogar in Staatsanleihen dieses "facto bankrotten Landes" anlegen!
"So, so..."Israel droht vernichtet zu werden"...in Ihrer dramatisierten Darstellng übersahen Sie bedauerlicherweise jenes Detail, dass bei einer atomaren Auslöschung Israels die seitens vom Iran durch die Hamas unterstützten Palästinenser ebenfalls den Atomtod stürben"
So, so, Sie glauben also tatsächlich, dass sich Iran für Palästinenser interessiert…
Iran ist an Palästinensern ungefähr genau so "interessiert", wie Libanon, Jordanien, Ägypten.
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Paulaner | 27.11.2011, 22:21
Lernen, lernen und nochmals lernen!
Lieber Ziegelstein, ich musste schmunzeln:
"Das eine Problem ist ihre wiederkehrende Polemik, die zum Nachteil ihrer Glaubwürdigkeit des Posts gerreicht. Ich will es ihnen verdeutlichen, indem ich ihren letzten absatz in diesen Stilmittel adaptiere:
"Na zum Glück ist ja das Prolem der Iran, den wenn Parkistan irgendwan einmal Indien bomberdiert, dann ist das ja nicht so schlimm, da sterben zwar auch Millionen von Menschen, aber das sind ja keine Juden"
Ihr Stilmittel erinnert an E-Mails von Jebsen, Ihre Rechtschreibung auch.
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Paulaner | 27.11.2011, 22:51
Zehn Jahre Propaganda mit Wirkungen
Jebsen sieht sich als Opfer:
"Problematischer erschien mir da schon der Schwur, den ich leisten sollte, außerhalb der ARD auf Meinungsäußerungen zu verzichten. Das hieße ja: Alle, die bei der ARD arbeiten, verdienen zwar gut Geld, werden aber mundtot gemacht."
Wenn ich einen Arbeitnehmer beschäftigen würde, der in seiner Freizeit mit unverantwortlichen Schwätzereien seine/meine Firma beschädigte, bekäme er von mir tatsächlich einen Maulkorb. Der RBB hat aber eine große Mitschuld, 10 Jahre konnte Jebsen auch den größten Unfug reden, entgegen dem Auftrag des Öffentlich- Rechtlichen Rundfunks.
Jebsen bezeichnete Beiträge von eigenen ARD-Kollegen als Propaganda, beschrieb die Finanzkrise als Verschwörung der Hochfinanz, und unterstellte Verteidigungsminister de Maizière, er wolle Afghanistan "plattmachen". Die Anschläge vom 11. September 2001 waren für ihn ein "warmer Abriss" des World Trade Center. Der Beitrag hieß bei ihm "10 Jahre Terrorlüge".
Die Fan-Gemeinde hat 10 Jahre lang von ihm gelernt, deshalb stellt sie dann zur Unterstützung Ihres Idols solche Zeilen ins Facebook:
"Wenn Juden über Fernsehsender und über den Rest der Medienwelt in
Deutschland herrschen, und bestimmen wer gefeuert wird und wer bleiben darf
(Ken Jebsen), dann läuft hier gewaltig etwas schief.
Das ist wirklich traurig, denn genau deswegen wurden Sie vor 60 Jahren in
diesem Land ja auch so gehasst!
Ich bin vielleicht mit meinen 20 Jahren noch sehr jung, aber ich kann nun
ohne Zweifel sagen, dass Hitler Recht hatte!
Nicht mit dem Holocaust, dieses unmenschliche und widerwärtige Verbrechen,
aber mit seiner Meinung zum Weltjudentum…
Hitler hätte damals man besser alle Juden ausweisen lassen sollen und gut
is. Dann hätten doch Amerika oder Frankreich oder was weiß ich wer sie
aufnehmen können (genug Geld hatten die Juden ja in Deutschland sowieso
schon genug angehäuft...), aber wir Deutschen wären endlich wieder frei
gewesen, ohne den Marionettenspieler im Hintergr
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waschi | 28.11.2011, 08:57
Freidenker?
Meinetwegen kann jeder sagen und denken was er will. Ob bezahlt oder unbezahlt. Nur sollte Herr Jebsen auch dann die Größe besitzen und mit den Reaktionen auf seine laut geäußerten Gedanken klarkommen. Das kann ich doch wohl verlangen, wenn jemand wie er damit Geld verdient, sie sein Markenzeichen sind, seine Popularität ausmachen. Ich bin mir da garnicht mal so sicher, ob Herr Jebsen hier nicht an seinem Image als "Irrer" feilt, wenn ich das alles hinterfrage, was Zeitgeist mir hier empfiehlt. Sonst geht mir eben die Rumheulerei eines Freidenkers auf den Senkel, wenn seine Gedanken auch mal kritisch hinterfragt werden. Ihm Menschen auch mal mit von ihm genutzten Stilmitteln sagen, was sie von seinen Äußerungen halten. Dann wird sofort "Zensur" geschrien.
Mal laut und frei gedacht: Vielleicht ist es ihm beim RBB zu piefig. Da hat er Broder gefragt, ob er als alter Polemiker ihm nicht mal eine Mail schreiben kann (dem Broder soll ja auch alles zuzutrauen sein). Broder macht es und schwupp, der Skandal ist da. Jebsen bekommt einen Popularitätsschub und steigert die Auflage für ein neues Buch.
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Paulaner | 28.11.2011, 10:40
10 Jahre Ken Jebsen - 10 Jahre Mainstream
Wie kommt Jebsen bloß darauf, er wäre mit seiner Meinung originell und würde Fragen jenseits des Mainstreams stellen? Sein Antiamerikanismus ist seit Jahrzehnten Mainstream, Deutsche haben dem Ami die Befreiung vom Nationalsozialismus nie verziehen. Dass der Amerikaner kulturlos ist, hatte schon Goebbels festgestellt und führt noch heute zu kollektivem Kopfnicken. Weil "gerade wir als Deutsche aus der Geschichte gelernt haben". Und was haben wir aus der Geschichte gelernt? "Nie wieder Krieg!" Ich schaue mir das reale Verhalten von Staat und Bürger an und konkretisiere: "Nie wieder Krieg gegen den Faschismus!" Denn wenn wir aus unserer Geschichte gelernt hätten, wären wohl die deutsch-iranischen Handelsbeziehungen nicht so glänzend:
http://www.welt.de/print/wams/politik/article13737433/Die-deutsche-Iran-Connection.html
Während Frankreich, England und Amerika sofort reagiert haben, bleiben wir auf unserem historischen Sonderweg.
Fast originell wäre gewesen, wenn Ken Jebsen die europäische Verschuldungskrise seit 10 Jahren thematisiert hätte. Es waren keine Verschwörungstheoretiker, sondern nüchterne Rechner, die in etwa wussten, wie die exorbitante Verschuldung endet. Aber Jebsen hat genauso wenig hingeguckt, wie der sonstige Mainstream, zu dem er gehört. Jetzt fällt ihm nichts anderes ein, als - wie langweilig - eine Verschwörung des Finanzkapitals, des US-amerikanischen selbstverständlich. Da kann ich ja gleich das "Neue Deutschland" oder die "Deutsche Stimme" lesen, meine Friseurin weiß soviel auch.
Jebsen untermalt seine Stellungnahme zur Kündigung des RBB mit einem Foto. Es zeigt einen Chinesen, der 1989 allein vor den Panzern am Platz des himmlischen Friedens steht. So sieht er sich, unser Mainstream-Held. Gut bezahlt und sicher im kuscheligen Deutschland, geschützt durch einen Rechtsstaat, steht vor ihm ein Panzer. Jebsen gehört zur Luxus-Linken, die längst den Mainstream stellt. Mit Sarah Luxenknecht, Hummer essend, vor ihnen - ein Panzer.
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Schlagwerker | 28.11.2011, 16:53
Sie behelligen sich mit belanglosen Aussagen
@Paulaner:
"Ich kann Ihr "aufrichtiges Interesse" befriedigen, das hier ist ein Teil meines Kenntnisstandes, Sie sollten sich noch im Handelsblatt und der FAZ informieren"
Paulaner, Ihre Linkverweise sind hinsichtlich der eigentlichen Kernproblematik nutzlos, da sie einerseits den Bewertungszustand der US-BANKEN (nicht des Staates) und die Herabstufung EINER(!) Bewertungsagentur zum Gegenstand nehmen.
Die Wirtschaftswoche erläutert den eigentlichen Problemkomplex, welcher selbstverstädnlich eines gründlichen Leseverständnisses Ihrerseits bedarf:
Zitat Wirtschaftwoche:
"Tatsächlich ist das Schuldenproblem der USA atemberaubend: Allein in diesem Etatjahr häufen sich 1,65 Billionen Dollar neuer Schulden an - gut zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das sind schon fast griechische Verhältnisse. Die Gesamtschulden liegen derzeit knapp unter 100 Prozent des BIP - und werden laut IWF-Experten bis 2015 auf 110 Prozent ansteigen.
Zum Vergleich: Deutschland hatte 2010 gut 83 Prozent Staatsschulden gemessen am BIP.
Das besondere US-Problem: Angesichts des schwindelerregenden jährlichen Haushaltsdefizits ist ein Anstieg der Gesamtschulden enorm schwer in den Griff zu kriegen.
[..]
Doch Experten sehen ein viel grundlegenderes Risiko, eine langfristig viel größere Gefahr: Das weltweite Vertrauen in die Stabilität der größten Volkswirtschaft droht zu kippen. China, größter Gläubiger der USA, ist durchaus beunruhigt."
http://www.wiwo.de/politik/ausland/schuldenkrise-was-eine-pleite-der-usa-bedeuten-wuerde/5139858.html
Ein derartiger Schuldenzuwachs bei gleichzeitig abnehmender Binnenwirtschaftsleistung hinsichtlich ausgereizter Schuldkapazitäten (Siehe Außenhandelsdefizit, Niedergang des Mittelstandes) erwirkt mit den Aufwendungen wegen der Finanzkrise einen de facto bankrott.
"So, so, Sie glauben also tatsächlich, dass sich Iran für Palästinenser interessiert…"
Weshalb sollte er sie mit den Israelis vernichten? Das ergibt keinen Sinn, Pau
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Paulaner | 28.11.2011, 17:57
Ach, wenn doch Amerika untergehen würde...
Aber Schlagwerker, schauen Sie mal, was Sie geschrieben haben:
"Ihr Einwand erregt mein aufrichtiges Interesse, zumal nach meinem Kenntnisstand die USA de facto bankrott sind! Deren Leistungs- und Wirtschaftsdaten rechtfertigen die tadellosen Ratingbewertungen zwecks Bewahrung von Neuverschulgungskapazitäten nicht im geringsten."
Nun schreiben Sie:
"Paulaner, Ihre Linkverweise sind hinsichtlich der eigentlichen Kernproblematik nutzlos, da sie einerseits den Bewertungszustand der US-BANKEN (nicht des Staates) und die Herabstufung EINER(!) Bewertungsagentur zum Gegenstand nehmen. "
Auch wenn nur eine Ratingagentur von dreien die USA herabgestuft hat, bleibt von Ihren "tadellosen Ratingbewertungen" nichts mehr übrig. Zumal die beiden anderen Ratingagenturen mit einem negativen Ausblick gedroht haben. Meine Linkverweise sind tatsächlich insofern nicht sehr aussagekräftig, als Sie und ich dutzende andere für unseren jeweiligen Standpunkt heranziehen könnten. Das ist der tobende Expertenstreit.
Natürlich können Sie der Meinung sein, dass die USA "de facto bankrott sind", nur hat das mit der Realität nichts zu tun. "De facto" waren die USA für die Linke und die Rechte schon immer bankrott, oder kurz davor, der Untergang war immer nah, der Zusammenbruch nicht mehr aufzuhalten u.s.w.u.s.f.
Im Moment sieht es so aus, als wenn Europa die größeren Probleme hat und wer die Wettbewerbsfähigkeit und Reformfähigkeit Europas mit der Amerikas vergleicht, versteht auch, warum die Anleger sich von unserem Kontinent fernhalten. Europa hat den 3. Weg versucht und ist damit gescheitert. Obama, Krugmann und andere Europa-Freunde schauen nun ein bisschen erschreckt auf ihr Vorbild, das wird auf den amerikanischen Wirtschaftskurs Einfluss haben.
Europa wird entweder kapitalistischer und freier, oder ein Kontinent mit komischen zänkischen Völkern zur Belustigung der restlichen Welt. Ist ja auch was wert.
Ken Jebsen wird dann der Außenminister Europas.
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Paulaner | 29.11.2011, 00:05
Nachschlag für Schlagwerker
Meldung von heute:
"Fitch droht USA mit dem Verlust der Topbonität
New York (dpa) - Die US-Ratingagentur Fitch hat den USA mit der Aberkennung ihrer Topbonität gedroht. Der Ausblick für die Kreditwürdigkeit werde von «stabil» auf «negativ» gesenkt, teilte Fitch in New York mit. Die aktuelle Bestnote «AAA» wurde jedoch zunächst bestätigt. Der negative Ausblick reflektiert nach Angaben von Fitch die Unfähigkeit der Politik, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die öffentlichen Finanzen wieder auf einen tragfähigen Weg zu bringen."
Ich drücke Ihnen die Daumen, vielleicht wird es noch was mit dem Bankrott!
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Schlagwerker | 29.11.2011, 00:25
Sie lenken ab....
@Paulaner:
"Auch wenn nur eine Ratingagentur von dreien die USA herabgestuft hat, bleibt von Ihren "tadellosen Ratingbewertungen" nichts mehr übrig. Zumal die beiden anderen Ratingagenturen mit einem negativen Ausblick gedroht haben."
*lach* Damit versuchte ich Ihnen schonend beizubringen, dass im Vergleich zu den eigentlichen Wirtschafteckdaten der USA das gegenwärtige Bewertungsniveau selbst, freundlich ausgedrückt, beschönigend (quasi tadellos) ist.
"Natürlich können Sie der Meinung sein, dass die USA "de facto bankrott sind", nur hat das mit der Realität nichts zu tun. "
Ein hingegen äußerst reales, seit Jahren bestehendes Außenhandelsdefizit, sowie permanent kreditfinanzierter Konsum aufgrund einer manglenden Binnenindustrie entspringt nicht meiner Meinung, sondern einer trostlosen Realität, der Sie sich offenkundig nicht stellen möchten. Finden Sie es nicht merkwürdig, dass die USA seit 2006 die Geldmenge M3 nicht mehr veröffentlichen? Da ist einiges im Argen; Sie scheinen den Ernst der Lage nicht zu begreifen, Paulaner...
"De facto" waren die USA für die Linke und die Rechte schon immer bankrott, oder kurz davor, der Untergang war immer nah, der Zusammenbruch nicht mehr aufzuhalten"
Bedauerlicherweise gibt es keinen Goldstandard mehr aufzukündigen und keine nennenswerte Industrie hevorzuheben; die Trümpfe sind diesemal bis auf die Atomwaffen verspielt. Dies obliegt nicht meiner politischen Gesinung, sondern einer nüchternen Feststellung.
"Im Moment sieht es so aus, als wenn Europa die größeren Probleme hat und wer die Wettbewerbsfähigkeit und Reformfähigkeit Europas mit der Amerikas vergleicht, versteht auch, warum die Anleger sich von unserem Kontinent fernhalten."
Falsch! Die eigentlichen Probleme haben die USA, welche mit freundlicher Unterstützung ebenjener deren Staatsanleihen beschönigenden Ratingagenturen mittels Gefälligkeitsbewertungen an den schmälernden Bonitäten der Eurostaaten profitieren.
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Schlagwerker | 29.11.2011, 00:48
Sie lenken ab, die 2.
"Europa hat den 3. Weg versucht und ist damit gescheitert. Obama, Krugmann und andere Europa-Freunde schauen nun ein bisschen erschreckt auf ihr Vorbild, das wird auf den amerikanischen Wirtschaftskurs Einfluss haben. "
Aha....wo sehen Sie Europas Eigenverschulden hinsichtlich der Tatsache, dass die referenziellen Ratitngagenturen in bezug auf Europa Maßstäbe ansetzen, denen die USA selbst beim besten Willen nicht genügen könnten? ^^
"Europa wird entweder kapitalistischer und freier, oder ein Kontinent mit komischen zänkischen Völkern zur Belustigung der restlichen Welt."
Ach? Sie meinen, Europa müßte kapitalistische sowie freiheitliche Gepflogenheiten nach amerikansichem Vorbild annehmen? Hierzu stellte der texanische Ökonom James K.Galbraith im Handelsblatt fest:
"Freie Märkte sind die Ausnahme in den USA. Nach der Großen Depression hat Amerika reguliert und zahlreiche öffentliche Institutionen geschaffen, um den Wohlstand zu sichern. Unter Bush wurden sie zweckentfremdet. Das hat die Finanzkrise ausgelöst.
Viele Amerikaner sehen ihr Land als Paradebeispiel einer freien Marktwirtschaft, wie der frühere Präsident Ronald Reagan sie in seinen Reden gefeiert hat. Doch das ist eine Selbsttäuschung. In Wahrheit hat der öffentliche Sektor eine dominierende Rolle, meist in Partnerschaft mit privaten Institutionen. Sie sind nach der Großen Depression geschaffen worden, um den Wohlstand der Amerikaner zu sichern.
Konservative Politiker haben diese öffentlichen Institutionen in den vergangenen Jahren teilweise privatisiert und abgewickelt, vor allem aber für ihre eigenen Zwecke und die ihrer Klientel zweckentfremdet. Damit haben sie das Entstehen der Finanzkrise begünstigt – ich nenne das den „Raubtier-Staat“. Wollen wir dauerhaft einen Ausweg aus der Krise finden, müssen wir uns vom „Predator State“ und von seinen ideologischen Grundlagen lösen."
http://www.handelsblatt.com/der-raubtier-staat/3502570.html
Soviel zu "kapitalistischer und freier"..läche