NIEBENDORF - Die Restaurierung des Deckengemäldes sowie des Taufengels in der Niebendorfer Dorfkirche wurde am Wochenende musikalisch begangen. Der Niebendorfer Frauenchor eröffnete das Konzert. Kantor Peter Michael Seifried spielte auf der Orgel. Zuvor regte er die zahlreichen Besucher zum Singen an.
Vor dem Konzert blickte Gerd Queißer, der Kirchenälteste von Niebendorf, auf die Jahre der Restaurierung zurück. 2009 hatte Hiltrud Preuß von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises der Gemeinde geraten, lieber in die Sicherung der wertvollen Innenausstattung zu investieren anstatt in eine zweite Glocke. Zur gleichen Zeit erarbeitete das Landesamt für Denkmalpflege ein Konzept für die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten der Ausstattung.
Bedingung für die Restaurierung war allerdings, dass der Kirchboden von dem fast hundertjährigen Schutt befreit wurde. Das taten die Niebendorfer in rund 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Dabei wurden auch die Reste zweier Taufengel gefunden. Diese wurden in Wünsdorf eingelagert. Nachdem der Kirchboden freigeräumt worden war, konnte das Konzept umgesetzt werden.
Der wichtigste Abschnitt war die Restaurierung des Altars. Diplom-Restaurator Dirk Jakob aus Berlin übernahm die Arbeiten und beendete sie 2010. Der CDU-Landtagsabgeordnete Sven Petke warb Bundesmittel für die Restaurierung des Taufengels ein. Die Familie Stelling aus Langerwisch, die ebenfalls beim Konzert anwesend war, spendete im Rahmen der Aktion „Menschen helfen Engeln“ einen wesentlichen Betrag. Nun liegt der restaurierte Taufengel, auch eine Arbeit von Dirk Jakob, neben dem Altar. Am 2. Dezember soll er wieder unter der Decke schweben. Sein „Zwilling“ tut dies bereits in der Waltersdorfer Kirche.
Kanzel und Beichtgestühl folgten, sie wurden erst vor wenigen Tagen wieder aufpoliert. Auch hier war Jakob der Restaurator. 2010 spendeten Doris Zschiesche und Elisabeth Behr eine Glocke, die in Lauchhammer gegossen wurde. Nun hatte die Gemeinde wieder zwei Glocken. Doch im März 2011 legte ein Sachverständiger die alte Glocke still. Ihr Schlagring ist derart beschädigt, dass er erneuert werden muss. Queißer rief die Gäste auf, dafür zu spenden. Mehr als 600 Euro kamen beim Konzert zusammen. Seit 2009 sind bereits mehr als 1000 Euro gesammelt worden.
Das Deckengemälde war in diesem Jahr an der Reihe. Thoralf und Christl Herschel, Diplom-Restauratoren aus Berlin, erledigten diese Aufgabe mit großer Präzision und Sorgfalt. In weniger als drei Monaten – teils in Nachtschichten – ließen sie die alten Deckengemälde in neuem Glanz erstrahlen. Davon konnten sich die Konzertbesucher jetzt überzeugen. (Von Michael Helm)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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