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01.12.2011

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VERKEHR: Cargolifter macht Leinen los

Erneuter Anlauf mit Transport-Ballon / Unternehmensgründung in Luxemburg

POTSDAM - Für Brandenburg und für tausende Aktionäre war die Insolvenz der Cargolifter AG und damit der Luftschiffwerft in Brand (Dahme-Spreewald) im Juni 2002 ein herber Tiefschlag. Auch für Vorstandschef Carl-Heinrich von Gablenz war der Traum von einem riesigen Trans-port-Luftschiff vorerst vorbei.

Mittlerweile backt der studierte Jurist kleinere Brötchen. Im Göltzschtal im Voigtland betreibt das Unternehmen inzwischen einen Aussichtsballon (MAZ berichtete). Ebenfalls mit einem Ballon soll jetzt das Comeback in der Logistik gestartet werden. In Luxemburg wurde die Cargolifter Operations S.A. gegründet, die Ballonkränesysteme vermarkten soll. Ein erster „Kunde aus der Erneuerbaren-Energien-Branche“ stehe schon nahezu fest, sagt von Gablenz. Er wolle den schwebenden Hebekran, der allerdings noch angeschafft werden muss, im kommenden Frühjahr nutzen.

Die Gründung der „Société anonyme“ (Aktiengesellschaft/S.A.) in Luxemburg begründet von Gablenz mit dem angeblich größeren Interesse des Beneluxstaates an „innovativen Projekten“. Vertreter, die mit der Regierung dort in Verbindung stünden, seien geradezu „auf das Unternehmen zugekommen“, formuliert er nebulös. Auch über mögliche Fördermittel sei schon gesprochen worden.

1,5 Millionen Euro sollen vorerst in das neue Unternehmen investiert werden. Geld soll von den Aktionären der noch existierenden Cargolifter GmbH & Co. KG in Berlin und einen Partner kommen, der eventuell auch in das Geschäft mit einsteigen wolle.

Im kommenden Frühjahr soll ein erster kleinerer Ballon mit 13,5 Meter Durchmesser nach Cargolifter-Vorgaben angeschafft werden. Schon zu Luftschiff-Zeiten hatte das Unternehmen Tests mit Ballon-Systemen gemacht, die Frachten heben und mittels Zug-Lastwagen transportieren sollten.

Der erste kleinere Ballon, der einige Hundert Kilo heben kann, soll vor ersten Aufträgen aber erst einmal der Zulassung im Luftfahrtbereich dienen. Dazu gehöre sowohl eine Aufstiegsgenehmigung als auch die Erfüllung von Kranvorschriften, so von Gablenz.

Im Sommer soll dann ein größerer Ballon mit 27 Meter Durchmesser angeschafft werden, der dann schon fünf Tonnen heben kann. Mit noch größeren Ballons seien dann auch Nutzlasten von 20 Tonnen und mehr möglich. Als Hebemittel soll sowohl Helium als auch Wasserstoff möglich sein.

Derzeit werden laut von Gablenz potentielle Kunden im In- und Ausland angesprochen. Infrage käme dafür sowohl die Anlagenbau- als auch die normale Baubranche. Cargolifter wird die Ballons weder verkaufen noch vermieten. „Wir bieten Dienstleistungen im Logistik-Bereich an“, erklärt von Gablenz das Geschäftsmodell. Das heißt, Kunden haben etwas zu transportieren und engagieren dafür Cargolifter.

Der Personalstand ist mit zwei Beschäftigten im Augenblick noch ziemlich überschaubar. Aber im kommenden Jahr werde man aufstocken, sagt von Gablenz, ohne Zahlen zu nennen.

Die Gäste in der Cargolifter-Halle in Brand, die zum Tropenbad geworden ist, wird das alles kaum interessieren. Aber Enthusiasten wie von Gablenz haben nie an einem Durchbruch der Technologie irgendwann gezweifelt. (Von Gerald Dietz)


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In diesem Forum gibt es 11 Einträge

» Siegie | 01.12.2011, 13:24

Die Luftnummer von Brand mit einem Schauspieler und Scharlatan als Hauptakteur!


Bereits 1999 war das Unternehmen und Projekt Cargolifter CL 160 eindeutig zum scheitern verurteilt, wo man ein gigantisches Transport-Luftschiff von 260 m Länge und 65 m Höhe für den Transport von bis zu 160 Mp Gewicht in Brand bei Lübben projektieren und realisieren wollte. Denn einfache Berechnungen und (meteoro-)logische Betrachtungen reichten bereits damals dazu aus, um das Projekt CL 160 physikalisch ad absurdum zu führen. Bei diesen zu projektierenden Dimensionen von 260 m Länge (D)und 65 m Höhe (d) wäre bei Windböen von v= 10 m/s, die für den mitteleuropäischen Raum nicht ungewöhnlich sind, eine Kraft F von
F= 0,5 *p (Luftdichte) * v² *A (Aufprallfläche =Ellipse ) *cw (Luftwiderstandbeiwert) =
0,5 *ρ *v² * π D*d: 4 *cw =
0,5 *1,3 kg/m³* 100 m²/s²*3,14*260 m * 65 m:4 *0,3 = 258687 kg*m/s²= 25.868,7 kp =
25,9 Mp (rund 26 Tonnen) auf dem stromlinienförmigen Luftschiff zu verzeichnen gewesen. Damit wäre der Cargolifter um 30 t: 160 t = 0,1875 = tan α = 10 Grad ausgelenkt worden. Damit wäre das Transportsystem Luftschiff-Transportmasse in eine absolut instabile Lage geraten. Und Luftböen von über 10 m/s sind im mitteleuropäischen Raum auch nichts Außergewöhnliches! Damals hätten eigentlich sämtliche Hochschulprofessoren des Landes Brandenburg gegen diesen physikalischen Unsinn votieren müssen! Aber die Politiker des Landes Brandenburg wollten unbedingt diesen physikalischen Schwachsinn, womit fast eine halbe Milliarde Euro verbrannt wurden.
Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

» Siegie | 01.12.2011, 13:26

Herr von Gablenz hat Wort gehalten – er tritt mit weiteren Luftnummern in Erscheinung!


Eins muss man von Carl-Heinrich von Gablenz allerdings lassen: Wort hat er gehalten und nicht gebrochen! Denn genau vor 9 Jahren versprach von Gablenz, die Weltbühne wieder zu betreten, wenn die Zeit für seine Visionen reif wäre (siehe MAZ-Interview mit von Gablenz vom 29.11.2002 „Es war nicht alles schlecht“). Herr von Gablenz ist sogar ein Jahr früher wieder in der Öffentlichkeit erschienen, wie von ihm selbst prognostiziert. Alle Achtung! Nunmehr allerdings mit kleineren Luftnummern. Dass von Gablenz nicht einmal von elementarer Physik Ahnung hat offenbart der Artikel in der MAZ vom 1.12.2011 auf Seite 7 unter der Rubrik „Wirtschaft und Soziales“. Nach von Gablenz Intensionen soll im Frühjahr 2012 in Luxemburg ein kleiner Ballon mit 13,5 m Durchmesser für Transportzwecke produziert werden. Der Auftrieb dieses Ballons würde nicht mehrere Hundert Kilogramm betragen, sondern akkurat maximal
FAuftrieb= V*(γLuft- γHelium) = π*d³:6*(γLuft- γHelium)=(3,14 * 13,5³: 6)m³(1,3 kp/m³- 0,18 kp/m³)=
(3,14 * 13,5³: 6)m³* 1,12 kp/m³= 1442,1 kp (sprich: Kilopond und nicht Kilo) ≈ 1,4 Mp
(sprich: Megapond).Und bei einem Durchmesser von 27 m würde der Auftrieb rund
F = (27³ m³: 2) * 1,12 kp/m³ = 11 Mp und nicht 20 Tonnen betragen (20 Tonnen ist zudem noch die falsche physikalische Maßeinheit). Was der physikalische Schwachsinn eigentlich und überhaupt soll, steht wohl in den Sternen. Jeder Hubschrauber ist dafür besser geeignet, derartige Transporte vorzunehmen, zudem der Querschnittswiderstand (Fläche dividiert durch Masse) beim Hubschrauber bedeutend geringer ist (kleine Fläche mit großer Masse), als beim Ballon von 13,5 m bzw. 27 m (große Fläche mit kleiner Masse). Dieses Phänomen kennt übrigens jedes Kind: Einschneeball aus Pulverschnee fliegt nicht so gut, wie ein Schneeball aus Matschschnee, um bei einem angemessenen Vergleich entsprechend der Jahreszeit zu bleiben. Fazit:

» JKeitel | 03.12.2011, 11:22

Cargolifter


Hinter diesem Unternehmen steckt keinerlei Substanz. Lediglich der zweite Aufguss einer bereits einmal gescheiterten Idee, teilweise mit Leuten die es damals schon nicht konnten.

» Siegie | 03.12.2011, 12:20

Ja das Fazit fehlt!


Fazit: Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass von Gablenz nunmehr im reichsten Land der Erde pro Kopf und Verbraucher auf Dummenfang geht!
Dass der Verblödungsprozess in Deutschland und darüber hinaus fette Beute hält, konnte man übrigens im MAZ-Spezial vom selbigebn Tag auf Seite V1 (Pauken für Pisa ganz überzeugend nachlesen: Der Professor für Didaktik und Methodik für das Fach Mathematik Thomas Jahnke hat so richtig die Sau raus gelassen, als die Redakteurin Marion Kaufmann ihn fragt, wieviele Möglichkeiten es gäbe, 31 Cent mit 10, 5 und 2 Cent-Stücke darzustellen. Antwort von Jahnke: Dies kann ich nicht auf Anhibe beantworten. Es gibt hier nur eine Null-Lösung , da 31 nicht durch zwei divideirbar ist (31- 10*x- 5*y = 2z). Armes Deutschland! Wie soll dieser Mann für die Studenten und Schüler ein Vorbild darstellen? Wie soll ein Mensch, der von Mathematik Null-Ahnung hat, als Professor dass Fach Didaktik und Methodik für Mathematik lehren? Dies ist aber charakteristisch für ganz Deutschland! Nicht von ungefähr stehen die Hochschulen im internationalen OECD- Verleich an 39 Stelle. Pisda läßt grüßen!

Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

» Matthias1a | 04.12.2011, 18:40

Gablenz


Da kann man nur froh sein das Gablenz sein Glück jetzt in Luxemburg sucht. Immerhin hat er dann keinen Grund auf die deutsche Förderpolitik zu schimpfen. Die Förderpolitik die MILLIONEN locker gemacht hat um Gablenzsche Luftschlösser zu finanzieren.

» ragger65 | 05.12.2011, 03:15

Kommentar "Luftnummern" von Siegie


Den Kommentar zur Hebeleistung des Cargolifter-Ballonkrans kann man so nicht stehen lassen. Der kleine Ballon mit 13,5 m Durchmesser erzeugt nach Siegies Rechnung 1,4 Mp Auftrieb. Akzeptiert. Aber wo ist das Problem? 1,4 Mp Auftrieb heben 1,4 Tonnen Masse, das ist deutlich MEHR als die behaupteten "einige Hundert Kilo". Und der größere Ballon mit 27 Meter Durchmesser erzeugt 11 Mp Auftrieb, das hebt 11 Tonnen Masse, ebenfalls mehr als die behaupteten 5 Tonnen. Bitte den Artikel vor dem Niedermachen erst richtig lesen: Die 20 Tonnen beziehen sich auf "noch größere Ballons" und nicht den mit 27 Meter Durchmesser. Natürlich geht das Eigengewicht der Ballonhülle und der Seile von der Hebeleistung ab, aber es bleibt genug übrig, um die Behauptungen zu erfüllen. Fazit: Alles OK mit der Physik des Ballonkrans.

» ragger65 | 05.12.2011, 08:32

Firma mit Vision


Im Übrigen halte ich Cargolifter für eine Firma, die eine echte Vision hat. Beim ersten Versuch wollten sie zuviel auf einmal (160-Tonnen-Lastluftschiff) und sind damit baden gegangen. Aber sie haben daraus gelernt, sich wieder berappelt, und verfolgen jetzt einen überzeugenden Schritt-für-Schritt-Ansatz. Der Ballonkran ist mittlerweile kein Luftschloss mehr, sondern ein System auf der Schwelle zur Einsatzreife. Man schaue sich dazu einmal das Video auf der Startseite von http://www.cargolifter-operations.com an. Ich finde es beeindruckend, was hier entstanden ist, und glaube, dass der Ballonkran erfolgreich sein wird.

» Steffen | 05.12.2011, 14:11

AW:


Lassen Sies am besten, Ragger. Kollege Siegie hat auch schon bewiesen, dass Mondlandungen physikalisch unmöglich sind. Denn er war Berufsoffizier bei der NVA. Daher kann man auch in bezug auf Luftschifferei nur noch die Waffen strecken.

» rincewindii | 06.12.2011, 14:17

Rechnet hier niemand?


hallo? wie war die Aufgabe? wieviele Möglichkeiten gibt es 31 cent mit 10, 5 und 2 Cent- Münzen darzustellen? und die Antwort "Null" wrid akzeptiert??
Wenn schon keiner so gut rechnen kann, dann werft doch alle mal nen Blick ins Virtuelle Portemonnaie:
1*5 Cent + 6*2 Cent + 2* 10 Cent= 31 Cent!
ersetze jeweils die 10 Cent durch fünfer oder zweier und schon bisst Du dabei...

» Siegie | 06.12.2011, 15:47

Sorry für meine Dummheit!


Sorry liebe Internet- und Blogergemeinde: Mir ist da bei einer spontanen und dummen Eingebung ein Kardinalfehler unterlaufen, den ich aber bereits weiter unten weitestgehend korrigiert habe. Wenn man sich die ganze Woche mit mathematischen Problemen herumschlägt (siehe weiter oben – da ist wohl im mathematischen Sinne kaum ein Fehler auszumachen), dann kann einem so etwas schon widerfahren (Stichwort: Überarbeitung). Man ist eben nicht perfekt und kein Rechner. Man kann die Aufgabe auch wie folgt lösen: Die verbale Formulierung der Journalistin Marion Kaufmann kann auch als Gleichung
31= 10*x+ 5*y +2*z (1)
dargestellt werden. Subtrahiert man nun 10* x und 5*y von der rechten Seite und dividiert man die Gleichung durch 2, dann erhält man
15,5 -5*x-2,5*y =z. (2)
Dies lässt für y nur ungerade Lösungen zu. Also beispielsweise 1; 3;5 ;…. . Bei 3 dürfte die Lösungsmenge zu Ende sein, da 2,5*5 = 12,5, so dass für x keine akzeptable positive Lösung mehr existiert. Setzt man nun 1 und 3 für y in die Gleichung (2) ein, dann erhält man die folgenden beiden Gleichungen
15,5 – 5*x – 2,5 = 13- 5*x = z(3)
und
15,5 – 5*x – 7,5 =8- 5*x =z(4)
Für (3) ergeben sich dann für die Zahl
x1 =1 (5)
und x2= 2. (6)
Damit ergibt sich für z1=8(7)
und
z2= 3. (8)
Aus (4) resultiert für x folgende Lösung:
x3 =1. (9)
Damit ergibt sich für z3=3.(10)
Dies ist die Lösungsmenge unter der Bedingung, dass immer von jeder Münzsorte eine präsent sein soll. Wenn aber x den Wert Null annimmt, dann gibt es noch drei weitere Lösungen, die da wären:
1*5+13*2= 31 (11)
3*5+8*2 =31 (12)
5*5+ 3*2= 31 (13)

Damit ergeben sich zusammenfassend und in Übersicht die folgenden Lösungen für x, y und z:

X 10*xy 5*y z2*z 10*x+5*y+2*z
1 10 1 5 8 16 31
1 10 3 15 3 6 31
2 20 1 5 3 6 31
0 0 1 5 13 26 31
0 0 3 15 8 16 31
0 0 5 25 3 6 31

Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen





» Cohen777 | 06.12.2011, 17:44

@Siegie


Auf den sinngemäßen Satz: "Sorry, da ist mir beim Rechnen ein Fehler unterlaufen..." sollten Sie mal langsam ein Patent bzw. ein Copyright anmelden:)))

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