LUCKENWALDE - Die zweite Fenstergruppe ist restauriert und wieder in der Luckenwalder Jakobikirche eingebaut. Dank der Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der MBS Potsdam und des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes, erstrahlt die „Weihnachtsfenster-Gruppe“ im neuen Glanz. Am Donnerstagabend wurde dies bei einer Festveranstaltung mit musikalischer Umrahmung vom Johannischor gewürdigt.
Marina Flügge, Kunsthistorikerin und Referentin im Landesamt für Denkmalpflege ging in ihrem ausführlichen Vortrag nicht nur auf die Jakobikirche in Luckenwalde, sondern auch auf die Geschichte der Glasmalerei ein. „Diese beeindruckende Kirche stand unter dem Patronat der Kaiserin Auguste Victoria.“ So wie die Kirche heute mit viel Mühe aller Beteiligten saniert werde, sei das Gotteshaus von 1892 bis 1894 von einem der bedeutendsten Baumeister und Architekten Friedrich Adler erbaut worden. Die Glasmalerei stamme aus der Erbauungszeit der Kirche, sagte sie. Zu sehen sind auf der einen Fensterseite Maria mit dem Kind auf dem Schoß, drei Hirten und ein Lamm, das ihr zu Füßen liegt und auf der anderen Seite die heiligen drei Könige. Pfarrer Riemer erzählte dazu die Weihnachtsgeschichte.
Die Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide würdigte das Engagement des Fördervereins Jakobikirche, der die Zeit nicht damit verbringt, auf Wunder zu warten. „Sie bahnten Wundern den Weg, dass es nur so staubte und schallte. Das Schallen wird durch ein breites Spektrum an Kulturveranstaltungen verursacht, das der Verein in enger Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde stattfinden lässt“, sagte die Bürgermeisterin. Staub wirbele der Verein auf, indem er es verstehe, dicke Bretter zu bohren.
Die vom Holzschwamm befallene Empore wurde erneuert, der Einbau einer Heizung erfolgte, die Sakristei ist renoviert, eine Rampe für gehbehinderte Menschen wurde gebaut. 2009 nahm sich der Verein die Rettung der Kirchenfenster vor. „Nach dem Staubaufwirbeln krempeln Sie die Ärmel hoch und putzen und wienern den Kircheninnenraum nach Baumaßnahmen“, lobte die Bürgermeisterin. Enthusiasmus und Fleiß allein reichten nicht. Deshalb dankte Elisabeth Herzog-von der Heide den Sponsoren, ohne deren finanziellen Hilfe die Restaurierung der Fenster nicht möglich gewesen wäre.
Zur Festveranstaltung war auch der ehemalige Luckenwalder Pfarrer Hilmar Schmid eingeladen. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich hier in der Jakobikirche bin, mit wie viel Energie und Hartnäckigkeit die Leute hier am Werk sind viel“, würdigte er (. mh)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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