RATHENOW - Wer die Bauarbeiten in de Berliner Straße in Rathenow beobachtet, der hat die großen Kanalrohre gesehen, die dort Meter für Meter in die Erde versenkt werden. Später wird hier die Abwasserentsorgung angeschlossen. „Es war nötig das grundhaft zu sanieren“, sagte gestern Roland Lange, Geschäftsführer des Wasser- und Abwasserverbandes Rathenow. Gestern bekam Lange einen Förderbescheid der Landesregierung über 460 000 Euro. Dazu war Umweltministerin Anita Tack (Die Linke) nach Rathenow gekommen. Zusammen mit dem Beigeordneten im Rathenower Rathaus, Hans-Jürgen Lemle und mit dem Landtagsabgeordneten Christian Görke besichtigte sie die Baustelle. Roland Lange erklärte ihr, wo die Kanäle verlaufen werden. „Wir hatten vor Baubeginn eine Kontrolle mit Kameras gemacht. Dabei hat sich gezeigt, dass wir diese Kanäle unbedingt ersetzen müssen.“ Es habe sich zudem ein günstiger Zeitpunkt ergeben, weil der Umbau der Berliner Straße und des Märkischen Platzes ohnehin auf der Agenda standen.
Am Märkischen Platz angekommen sprachen Hans-Jürgen Lemle und Christian Görke die Ministerin auch auf die Probleme an, die verschiedene Einzelhändler im Stadtzentrum haben, seit ihr Geschäft Teil einer großen Baustelle sind. „Da müssen jetzt alle durch“, sagte Roland Lange. „Später wird es dafür umso schöner“, fügte die Ministerin hinzu. Christian Görke merkte an, „dass es insbesondere ein Geschäftsinhaber noch einmal schwer haben wird. Mit dem Inhaber dieses Geschäftes hat es auch schon Gespräche gegeben. Görke sagte, es sei erfreulich, dass 70 Prozent der Kanalsanierungskosten vom Land gefördert werden. „Anfangs war gar nicht klar, ob das angesichts der Haushaltslage möglich ist.“
Hans-Jürgen Lemle erläuterte, dass die Baustelle auch ein sichtbarer Beweis der Entwicklung für die Innenstadt mit Blick auf die Bundesgartenschau 2015 ist. „Der Ausbau der Berliner Straße und des Märkischen Platzes ist Teil unserer Prioritätenliste.“ Die Bundesgartenschau war das zweite Thema des Arbeitsbesuches der Ministerin. Hans-Jürgen Lemle erläuterte den Stand der Pläne für den Umbau des Weinberges und für die Errichtung der Brücke vom Optikpark zum Weinberg. „Wir wollten einen Eindruck vermitteln, was wir auf dem Weinberg planen“, so Lemle später. Die Ministerin habe sich ausdrücklich zur Buga-Brücke bekannt. Sie zeigte sich erstaunt, „dass es neue Schwierigkeiten bei der baurechtlichen Genehmigung gibt“. Noch Ende vergangener Woche sei ihr signalisiert worden, dass der Baugenehmigung nichts mehr im Wege stehe. Anita Tack sagte Lemle und dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Buga Havelregion zu, sie werde in der Angelegenheit mit dem Landkreis und den Naturschutzbehörden Kontakt aufnehmen. (Von Joachim Wilisch)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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