RABEN/ZOSSEN - In London trinkt man an Silvester Gin Tonic, in Paris stößt man mit Champagner an und in New York prosten sich die Menschen mit einer Bloody Mary zu. Der Hohe Fläming hat da lange Zeit hinterhergehinkt. Bis jetzt. Pünktlich zu Silvester wurde dem Hohen Fläming ein eigener Cocktail gewidmet. Kreiert wurde „Fläminggold“ von Tobias Specht. Der diplomierte Barkeeper hat viele Jahre lang Bars in Berlin, London und in mehreren Hotels in der Schweiz geleitet.
Dabei ist ihm aufgefallen, dass jedes Land seine typischen Silvester-Getränke hat. „Nur der Fläming hatte bisher keins“, so der Rabener. „Meist gibt es Bier für die Männer und Sekt für die Frauen.“ Das möchte er ändern und machte sich daran, einen fläming-typischen Cocktail zu kreieren. Die Bedingungen: Er soll fruchtig sein, nicht zu stark nach Alkohol schmecken und einfach in der Zubereitung sein. Die Zutaten sollten nach Möglichkeit aus der Region stammen. Herausgekommen ist „Fläminggold. Den Namen verdankt der Cocktail seiner leuchtend gelben Farbe, die an die hiesigen Getreidefelder erinnert.
Auch bei den Zutaten hat sich Tobias Specht von den Gepflogenheiten der Einheimischen inspirieren lassen. „Hier wird gerne Doppelkorn getrunken“, so der Gastronom. „Der ist gut für Cocktails geeignet, da er nicht intensiv heraussticht und von Säften leicht dominiert wird.“
Für die dunkle Farbe am Boden des Cocktails wählte er Heidelbeersirup aus der Region. Bei anderen Zutaten musste Tobias Specht Kompromisse machen. So nahm er als Basis für das Getränk keinen Apfel-, sondern Orangensaft. „Denn wichtig ist am Ende, dass es schmeckt“, sagt der Rabener. „Und Orangensaft ist da einfach besser geeignet.“
Wer „Fläminggold“ heute Abend selbst zubereiten möchte, benötigt dafür einen Shaker. Hinein kommen 20 Zentiliter Orangensaft, 5 Zentiliter Martini Bianco, 4 Zentiliter Doppelkorn und 1,5 Zentiliter Zitronensaft. Alles gut durchschütteln und in ein Glas geben. Anschließend kommt noch etwas Heidelbeersirup in das Glas. Dieser ist schwerer als der Rest und setzt sich unten ab. Zum Schluss kommen Eis, ein Strohhalm und Verzierungen dazu und fertig ist der „Fläminggold“.
Speziell zu Silvester empfahl der Barkeeper aber eine kleine Änderung. Statt 20 Zentiliter Orangensaft wurden da nur noch 10 Zentiliter ins Glas getan und mit 10 Zentiliter Sekt ergänzt. „Das prickelt dann mehr – ideal zum Anstoßen“, findet Tobias Specht.
Wer den Cocktail nicht selbst mixen wollte, konnte ihn am Abend bei der Silvesterfeier im Gasthaus Hemmerling bestellen. Gastwirt Mike Hesse hatte „Fläminggold“ zur Feier des Tages extra auf die Karte gesetzt. Ein junges Paar, das eine Radtour durch den Fläming machte, war überrascht vom Geschmack des Cocktails. „Den kann man wirklich den ganzen Abend trinken“, urteilte Claudia Löwenberg. „Er schmeckt sehr leicht, und sogar mein Freund, der sonst eher Bier trinkt, findet ihn lecker.“sts
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
» weiter