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11.01.2012

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Gelernt vom Sternekoch

Der Kabel-1-Küchenberater Frank Rosin hat vier Tage lang dem Team des Straußenhofs in Großderschau zur Seite gestanden

GROSSDERSCHAU - Ob Stammkneipe oder Biker-Treff – Frank Rosin kümmert sich um die ungewöhnlichsten Restaurants. Der Zwei- Sterne-Koch will mit Erfahrung und Können vor allem jungen Gaststättenteams helfen, ein volleres Haus zu bekommen. In der auf Kabel 1 ausgestrahlten Fernsehserie „Rosins Restaurant“ hat er die Rolle eines Restaurant-Testers. Dafür ist er im ganzen Bundesgebiet unterwegs.

Für die kommende Staffel, die ab 17. Februar gesendet wird, war er von Samstag bis gestern auf dem Straußenhof in Großderschau. Nicht als Besserwisser, sondern um einem jungen und noch relativ unerfahrenen Team zu helfen, mehr gastronomischen Schwung zu bekommen in den Straußenhof, den Enrico Dams und Nicole Drewes im Spätsommer übernommen haben. Für den Fernsehkoch selbst war es in gewisser Weise auch Neuland. Er und sein Aufnahmeteam waren das erste Mal auf einem Straußenhof. „Ganz schön mutig sind sie“, schilderte er gestern seinen Eindruck. Nach vier Tagen Arbeit stand für ihn fest: „Der Straußenhof hat eine Zukunft und kann sich zu einem noch stärkeren touristischen Anziehungspunkt in der Region entwickeln.“ Was noch besser zu machen ist, darüber hat er sich mit dem Team beraten.

Das war aber längst nicht alles. Rosin ließ sich von Dams in den Kochtopf schauen, probierte mit ihm neue Straußenmenüvariationen und verfeinerte bekannte Gerichte. Bei den derzeit auf dem Hof lebenden 90 Straußen ist es wunderbar. „Aber das Geschäft wird in der Gaststätte gemacht“, machte Rosin dem Team immer wieder klar und fügte hinzu: „Menschen machen die Gastronomie.“

Feuerwehrleute, Reiter, Landwirte, Nachbarn – insgesamt 18 Personen waren als Gäste und Tester eingeladen. Sie bekamen am ersten Tag Straußenkraftbrühe, Straußengulasch und Schoko-Eierlikörtorte serviert und bewerteten das Menü als „durch-schnittlich“. Gestern Abend zum Abschluss waren sie wieder eingeladen und bekamen von Rosin und Dams eine verfeinerte Straußenkraftbrühe serviert. Als Hauptgang gab es anstelle von Gulasch Straußensteak mit Ofenkartoffeln und Möhren-Ingwergemüse. Die von Rosin als „einfach herrlich“ eingestufte Schoko-Eierlikörtorte war als Nachtisch geblieben. „Die Speisekarte muss erweitert und kreativer werden“, so die Mei-nung des Fernsehkochs. Seine Tipps und Anregungen will das Straußenhof-Team nun umsetzen. „Für uns waren die vier Tage unwahrscheinlich wertvoll“, sagte Enrico Dams gestern. Mit einer teilweise neuen Gaststättendekoration sind die ersten Schlussfolgerungen schon sichtbar.

Noch ist Saisonpause auf dem Straußenhof. Wenn es ab März wieder losgeht, wird die Gaststätte täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet sein. Frank Rosins Engagement für den Straußenhof ist mit dem gestrigen Tag nicht beendet. Ein Jahr lang wird er mit seinem Rat Enrico Dams und Nicole Drews auf ihrem weiteren gastronomischen Weg begleiten, auch von anderen Drehorten oder der eigenen Gaststätte in Dorsten aus. (ns)


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