Ein S-Bahn-Fahrer entdeckte am Mittwochmorgen am S-Bahnhof Röntgental (Barnim) einen fünfjährigen Jungen, der ganz allein unterwegs war. Der Kleine hatte ohne Wissen der Eltern das Haus verlassen.
Der Junge hatte sich selbständig angezogen und war auf sein Fahrrad gestiegen, um - wie er selbst sagt - in der Schönhauser Allee Eisenbahnwaggons für seine Holzeisenbahn zu kaufen. Der Fahrer der S2 übergab das Kind kurz vor sieben Uhr der Aufsicht am S-Bahnhof Bornholmer Straße, wo kurz darauf Bundespolizisten den Jungen in ihre Obhut nahmen.
Auf der Dienststelle erzählte der aufgeweckte Junge den Beamten bei einem ausgiebigen Frühstück, wo er wohnt, dass seine Mama bereits arbeite und Papa noch schlafe. Der verständigte Vater hatte bereits in Zepernick die Umgebung nach seinem Sohn abgesucht. Aufgelöst nahm er seinen Sohn in die Arme und berichtete den Bundespolizisten, dass der Junge vor einer Weile schon mal auf eigene Faust Brötchen beim Bäcker holen wollte, so wie er es bei seiner größeren Schwester beobachtet hat.