NEURUPPIN - Weil sie zu offensiv für die Sanierung der Neuruppiner Klosterkirche wirbt, könnte die Evangelische Kirchengemeinde in Neuruppin ein rechtliches Problem bekommen. Das Neuruppiner Ordnungsamt prüft zurzeit, ob gegen die Kirche ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen die städtische Werbesatzung eingeleitet wird.
Streitpunkt ist ein Banner, das seit Ende Dezember am Baugerüst des Neuruppiner Wahrzeichens hängt. Auf dem weißen Tuch sind die Logos der Stadtwerke, der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft, der Kliniken und der Sparkasse zu sehen. „Eine für alle. Alle für eine!“ steht darüber, das Motto der Spendenaktion für die millionenteure Sanierung der Kirche. Die vier Firmen geben viel Geld für die Sanierung, ebenso die Stadt und das Land.
Neuruppins Ordnungsdezernent Thomas Fengler bestätigte im Sozialausschuss am Dienstag, dass die Verwaltung einen Verstoß gegen Stadtrecht befürchtet: „Unsere Gestaltungssatzung hat damit ein kleines Problem.“
Edith Hünger konnte das nicht fassen. Ihrer Meinung nach müsste die Stadt das Vorhaben unterstützen und nicht behindern. „Das ist Werbung für eine Sache, die für die Stadt super ist“, echauffierte sie sich im Ausschuss.
Pfarrerin Ilona Kratzschmar hofft, dass die Prüfung im Rathaus ein gutes Ende nimmt. „Es geht den vier Firmen ja nicht um einen wirtschaftlichen Gewinn“, sagt sie. „Sie wollen damit um Unterstützung für die Sanierung des Neuruppiner Wahrzeichens werben.“
Noch sei unklar, wie die Prüfung im Rathaus ausgeht, sagt Neuruppins Rathaussprecherin Michaela Ott gestern auf Nachfrage. (gru)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
» weiter