PRITZWALK - Stück für Stück kehrt neues Leben in den Pritzwalker Bahnhof zurück – nach dem Umbau des Bistros und der offiziellen Zusage der Polizei zum Einzug steht nun auch die Wiedereröffnung des Fahrkartenschalters fast unmittelbar bevor: „Allerdings wollen wir hier nicht nur Fahrkarten verkaufen“, sagt Antje Voigt von der Prignitzer Eisenbahn, „sondern jede Menge Service rund ums Reisen bieten.“ Ab dem 31. Januar – dann wird offiziell eröffnet – gehört neben dem Fahrkartenverkauf für den Verkehrsverbund auch eine Stadtinformation zum Angebot, in der Reisende auf dem Bahnhof Wissenswertes zur Region erfahren können. „Möglich ist das durch eine Kooperation der PEG und der Stadt“, sagt Antje Voigt. In absehbarer Zeit soll zudem ein Fahrradverleih auf dem Bahnhof hinzukommen – genaueres muss noch abgestimmt werden. Abstimmungsbedarf gibt es für die PEG offenbar auch noch mit der Deutschen Bahn AG: Denn bislang ist noch nicht klar, ob im Kundenzentrum dann auch Fernfahrkarten der DB AG verkauft werden können. Fundsachen können erfragt werden, und wer wegen eines fehlenden Fahrscheins ein erhöhtes Fahrtentgelt zu zahlen hat, kann sich ebenfalls ans das Kundencenter wenden.
Besetzt wird die Stelle von einer PEG-Mitarbeiterin, im Umkehrschluss werden Zugbegleiter gesucht, die sich beim Unternehmen in Putlitz bewerben können.
Bernd Wölfel, Regionalleiter Ost der PEG: „Wir ziehen uns also nicht aus der Region zurück, sondern verstärken unsere Präsenz vielmehr.“ Dazu gehört auch, dass die PEG-Mitarbeiter, die derzeit auf dem Bahnhof sitzen, sich in Zukunft auch über renovierte Büroräume freuen können. Gleichzeitig werde man sich auch an der Ausschreibung für den Prignitz-Express beteiligen, zu dem auch die Strecke nach Neustadt/Dosse gehört: „Und als Altbetreiber rechnen wir uns da auch ganz gute Chancen für einen Zuschlag aus.“
Insgesamt beschäftigt die Prignitzer Eisenbahn auch nach ihrem Verkauf an die Italiener noch 115 Leute in der Region: 40 Mitarbeiter sind im Fahrdienst, fünf arbeiten im Verkauf und 50 im Bereich Infrastruktur. (Von Claudia Bihler)